Die Bilder gewaltsamer Proteste und Plünderungen in Frankreich sorgen auch in Österreich für Unruhe. Angesichts angekündigter Protestaktionen in den kommenden Tagen wächst die Sorge, dass die Gewalt auf Österreich überschwappen könnte. In den Kommentarspalten auf TikTok fragen manche Nutzer bereits: "Wann in Österreich?"
"Die brutalen Ausschreitungen und Plünderungen in Frankreich müssen uns eine Warnung sein", erklärte Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) in einem Statement. Bei den anstehenden Protestaktionen – etwa der Uni-Demo am Donnerstag – werde die Polizei für deren friedlichen Verlauf sorgen, so Stocker.
In ähnlichen Tönen äußerte sich Ex-Kanzler Sebastian Kurz in einem "Heute"-Talk. Er warnte vor einem "toxischen Cocktail" aus Linksradikalen, gewaltbereiten Migranten und Ideen des politischen Islam. Staaten, die in der Vergangenheit auf Massenzuwanderung gesetzt haben, würden nun die Rechnung dafür bezahlen.
Die Warnungen aus der ÖVP bezeichnet FPÖ-Chef Herbert Kickl in einem Instagram-Posting als "einfach unerträglich und unglaubwürdig". Dabei richtet er scharfe Worte an Stocker, Kurz & Co.: "Meine Herrschaften von der ÖVP, egal ob schwarz oder türkis! Ihr habt uns Hand in Hand mit den Linken all diese Zustände eingebrockt, die ihr jetzt bejammert. Am Rockzipfel von Frau Merkel, aber es hat schon früher begonnen." Mit der Annahme des EU-Asylpakts würden die Zustände weitergehen.
Für Kickl trägt die ÖVP damit eine Mitschuld an den aktuellen Zuständen. Sie habe "Gewalt, Missbrauch, Kriminalität und Terror importiert" und beklage nun die Folgen. Der FPÖ-Chef poltert: "Wie viel Heuchelei wollt ihr den Menschen eigentlich noch zumuten? Haltet ihr die Österreicher wirklich für dumm und vergesslich?"
Gleichzeitig beschimpft man die FPÖ als rechtsextrem, weil sie die "dringend notwendige Remigration" fordert. "Wieder macht ihr das Hand in Hand mit den Linken", ärgert sich der Freiheitliche.
Doch damit nicht genug: Kickl wirft der Volkspartei vor, die Massenzuwanderung über Jahre hinweg zugelassen, verharmlost und verteidigt zu haben. Die eigene Bevölkerung sei dabei "brutal im Stich gelassen" worden. Die Folgen dieser Politik müssten aus seiner Sicht nun die Österreicher tragen. Zum Abschluss seiner Abrechnung wird der FPÖ-Chef noch einmal deutlich: "Ihr seid die gleichen Versager wie eure linken Partner!"