Verkehrschaos in Wien droht

"Haben es satt" – Mega-Demo gegen Regierungs-Kürzungen

Der Regierungs-Sparkurs regt weiter auf. Am Donnerstag gehen zehntausende Studenten in Wien auf die Straße – Verkehrschaos ist vorprogrammiert.
22.10.2026, 09:23
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16 statt 18 Milliarden Euro. Für die 23 öffentlichen Unis in Österreich gibt es im Dreijahresbudget 2028 bis 2030 weniger Geld als gefordert. Es drohen drastische Konsequenzen.

Angst vor Personalabbau

Die Universitätenkonferenz uniko hat wegen der Budgetkürzungen bereits einen großen Stellenabbau angekündigt, vor allem bei jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Auch die Professorenvertretung warnte vor einem "Braindrain" (zu Deutsch: Intellektabfluss) bei jungen Spitzenforschenden. Da die Unis den Abbau jeder zehnten Stelle angekündigt haben, droht eine massive Verschlechterung beim Studienangebot.

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Noch deutlicher wurde MedUni-Rektor Markus Müller im "Heute"-Talk: "Die Budgetkürzung durch die Regierung wird bedeuten, dass wir 150 ärztliche Stellen nicht finanziell decken können."

Groß-Demo in Wien: "Haben es satt"

Die Österreichische Höchschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH) macht jetzt gegen die Regierungspläne mobil und ruft am Donnerstag zur Groß-Demo unter dem Motto "Alarmstufe Rot – #UnisRetten" auf. "Wir haben es satt, dass unsere Zukunft aufs Spiel gesetzt wird", betont die ÖH in einer Rundmail an Studierende. Sie fordert eine abgesicherte und langfristige Finanzierung der öffentlichen Universitäten.

Die Demonstration, die um 15 Uhr vor der Technischen Universität (TU) beginnt und um 18 Uhr vor der Wiener Hauptuni enden soll, wurde vorerst für 10.000 Teilnehmer angemeldet. Organisiert wird sie von der ÖH, von der uniko wird es – wie auch von Vertretern der Senate oder Betriebsräte – nur Reden geben. Die Proteste werden von den Rektoraten aber offiziell unterstützt, etwa indem Studierende und Personal für die Demoteilnahme freibekommen.

Stau und Verkehrsbehinderungen drohen

Der Weg der Demonstranten führt ab etwa 16 Uhr vom Resselpark über Karlsplatz, Lothringerstraße, Schwarzenbergplatz, Ringstraße (gegen die Fahrtrichtung), Franz-Josefs-Kai (gegen die Fahrtrichtung), Ringstraße (gegen die Fahrtrichtung) zur Endkundgebung bei der Universität.

Aus dem Grund rechnet man mit umfangreichen Verkehrsbehinderungen vor allem in der Innenstadt. Mehrere Straßen werden dabei in bzw. gegen die Fahrtrichtung der Demonstration gesperrt beziehungsweise beeinträchtigt. Auch Straßenbahnen und Buslinien auf der Ringstraße werden betroffen sein.

Der ÖAMTC rechnet deshalb mit erheblichen Verkehrsbehinderungen und empfiehlt, am Donnerstagnachmittag auf das Auto zu verzichten und stattdessen die U-Bahn zu nutzen. Auch mögliche Ausweichstrecken über Gürtel oder A23 könnten stark überlastet sein.

nico, Akt. 22.10.2026, 09:30, 22.10.2026, 09:23