Unter dem Motto "Alarmstufe Rot – #UnisRetten!" ruft die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) am Donnerstag, 22. Oktober, zur Großdemo gegen die Unterfinanzierung der Universitäten auf. Treffpunkt ist um 15 Uhr bei der TU Wien im Resselpark. Danach geht es durch die Wiener Innenstadt bis zur Universität, wo die Abschlusskundgebung stattfinden soll.
In sozialen Netzwerken wird teilweise bereits vor möglichen Ausschreitungen gewarnt. Einige User ziehen sogar Vergleiche zu Protesten in Frankreich und befürchten brennende Autos oder Krawalle.Die Polizei verweist auf ihre umfangreiche Vorbereitung und die Erfahrungen mit bisherigen Demonstrationen.
Angesichts der erwarteten Teilnehmerzahl laufen die Vorbereitungen bei der Wiener Polizei bereits auf Hochtouren. Polizeisprecher Markus Dittrich erklärt gegenüber "Heute", dass es eine "umfassende Einsatzplanung" gibt.
Auch die jüngsten Eskalationen bei den Protesten in Frankreich seien bei den Vorbereitungen berücksichtigt worden. Gleichzeitig betont Dittrich, dass Demonstrationen in Wien in der Vergangenheit überwiegend ruhig verlaufen seien. Man gehe daher davon aus, dass auch die kommende Kundgebung friedlich bleiben wird.
Für den Einsatz wird außerdem ausreichend Personal bereitgestellt. Neben uniformierten Kräften werden auch zivile Polizisten und Drohnen eingesetzt, um die Sicherheit während der Kundgebungs zu gewährleisten.
Für Autofahrer dürfte die Großdemo trotzdem erhebliche Auswirkungen haben. Laut ÖAMTC wird der Demonstrationszug ab etwa 16 Uhr bis in die Abendstunden unterwegs sein.
Die Route führt vom Resselpark über Karlsplatz, Lothringerstraße und Schwarzenbergplatz auf die Ringstraße. Danach geht es über den Franz-Josefs-Kai und erneut über die Ringstraße bis zur Universität.
Mehrere Straßen werden dabei in bzw. gegen die Fahrtrichtung der Demonstration gesperrt beziehungsweise beeinträchtigt.
Der ÖAMTC rechnet deshalb mit erheblichen Verkehrsbehinderungen und empfiehlt, am Donnerstagnachmittag auf das Auto zu verzichten und stattdessen die U-Bahn zu nutzen. Auch mögliche Ausweichstrecken über Gürtel oder A23 könnten stark überlastet sein.