Am Samstag und am Sonntag stehen auf der Riesenschanze in der Obersteiermark je ein Einzelspringen auf dem Programm – es sind nach der Skiflug-WM in Oberstdorf die ersten Weltcup-Bewerbe der Saison auf einer dermaßen großen Schanze.
Die Qualifikation für das erste Einzel entschied der Super-Team-Olympiasieger Stephan Embacher mit 219,0 Metern für sich, ebenso vorne dabei: Daniel Tschofenig auf Rang vier, Maximilian Ortner als Fünfter und Jonas Schuster auf Platz acht.
Allerdings sorgten zwei Norweger erneut für Aufregung, sie wurden disqualifiziert. Betroffen war Benjamin Östvold, eigentlich auf gute 207,5 Meter gesegelt, er wurde im Nachhinein aus der Wertung genommen. Der 25-Jährige bestand die Sprunganzugkontrolle nach der Qualifikation nicht, er wurde disqualifiziert. Bemerkenswert: Für Östvold war es seit 2019 bereits die 15. Disqualifikation bei internationalen Wettkämpfen. Der Norweger erhielt die Rote Karte und darf jedenfalls am Sonntag im zweiten Einzel nicht an den Start gehen.
Gar nicht erst auf die Schanze gelassen wurde sein Landsmann Isak Andreas Langmo, der 47. im Gesamtweltcup. Er bestand schon vor dem Qualifikationsdurchgang den Material-Check nicht und durfte nicht mehr antreten. Ebenso schon vor dem Sprung aus dem Verkehr gezogen wurde der slowenische Top-Springer Anze Lanisek, immerhin gerade erst Mixed-Team-Olympiasieger in Predazzo geworden. Auch er bestand die Materialkontrolle nicht.
Dass zwei Norweger von den Disqualifikationen betroffen waren, sorgte für Aufregung. Schließlich hatten die Skandinavier vor rund einem Jahr mit dem bei der Heim-WM in Trondheim aufgeflogenen Anzug-Manipulation für einen echten Skisprung-Skandal gesorgt.