Wien erlebt im Tagungs- und Kongressbereich das stärkste Jahr seiner Geschichte. Laut aktueller Meeting-Bilanz wurden 2025 insgesamt 7.196 Kongresse und Firmentagungen in der Bundeshauptstadt gezählt – ein neuer Höchstwert. Erstmals wurden dabei auch mehr als zwei Millionen Nächtigungen durch Meeting-Gäste erreicht.
Die Zahlen sind beeindruckend: 794.812 Teilnehmer sorgten für über 2,5 Millionen Übernachtungen. Die wirtschaftliche Wirkung ist enorm – rund 1,7 Milliarden Euro Wertschöpfung sowie 348 Millionen Euro an Steuereinnahmen für Österreich.
"Wien hat seine Rolle als weltweit führende Meeting Destination weiter gefestigt und letztes Jahr den Vorsprung weiter ausgebaut. Wien hat in den vergangenen Jahren als einziges Bundesland ein Wirtschaftswachstum verzeichnet. Das liegt daran, dass unser politischer Schwerpunkt voll und ganz darauf liegt, die Beschäftigung zu steigern und das Wirtschaftswachstum weiter anzukurbeln. Das gelingt uns, indem wir uns auf unsere Stärken fokussieren und dazu gehört der Kongresstourismus definitiv dazu", so Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ).
Auch die Wirtschaftskammer Wien sieht den Boom als Erfolg der gesamten Branche. Präsident Walter Ruck sagt: "Das ist das Ergebnis harter Arbeit und ausgezeichneter Vermarktung, denn der Meetingsektor ist weltweit heiß umkämpft. Nicht ohne Grund: Meeting- und Kongressgäste lassen deutlich mehr Geld in unserer Stadt als andere Touristen."
Die Tagungsindustrie wirkt weit über Wien hinaus. Laut Studie bringt sie 1,707 Milliarden Euro an BIP-Leistung und sichert rund 19.300 Arbeitsplätze. "Die wirtschaftlichen Effekte der Wiener Tagungsindustrie reichen weit über die Stadtgrenzen hinaus und sind ein zentraler Wachstumstreiber für ganz Österreich", so Bürgermeister Ludwig.
"In Wiens Visitor Economy Strategie ,Optimum Tourism‘ haben wir uns das engagierte Ziel gesetzt, langfristig stabil ein Zehntel der Nächtigungen in Wien aus dem Meeting-Bereich zu generieren. Dieses Ziel haben wir 2025 bereits übertroffen", so WienTourismus-Geschäftsführer Norbert Kettner.
Besonders international ist das Geschäft: 89 Prozent der Gäste kommen aus dem Ausland, bleiben im Schnitt 4,4 Nächte und geben deutlich mehr Geld aus als klassische Touristen.
"Der durchschnittliche Meeting-Gast gibt mit rund 560 Euro etwa ein Drittel mehr aus als der Wien-Gast (rund 380 Euro)", erklärt Anita Paic vom Vienna Convention Bureau. Die Zufriedenheit ist hoch: 90 Prozent wollen wiederkommen, 93 Prozent würden Wien weiterempfehlen.
Die Stadt hält sich stabil unter den weltweit führenden Kongressdestinationen und punktet besonders bei medizinischen und internationalen Großkongressen. Auch die nächsten Jahre sind bereits gut gebucht – bis 2031 sind hunderte internationale Veranstaltungen fixiert. 2026 sollen erneut rund 60 Großkongresse mit jeweils über 1.000 Teilnehmern nach Wien kommen.