Das waren die ATV-Wahlduelle im Wiener Riesenrad

Am Sonntag stand ein spannender Wahlkampf-Abend bevor. ATV luddie Spitzenkandidaten zu außergewöhnlichen Duellrunden in das Wiener Riesenrad ein.

Ab 20.15 Uhr ging es los mit "ATV Meine Wahl: Duell im Riesenrad". Auch"Heute" war live dabei. Dass es sich hierbei um keine herkömmliche Diskussionssendung handelt, ist im Vorfeld bereits klar. Schließlich fand der Talk in einem der beliebtesten Wahrzeichen Wiens, im Riesenrad, statt.

ATV lud die sechs SpitzenkandidatInnen der Wiener Landtagswahl, Michael Ludwig (SPÖ), Dominik Nepp (FPÖ), Birgit Hebein (Grüne), Gernot Blümel (ÖVP), Christoph Wiederkehr (NEOS) und Heinz-Christian Strache (Team HC) zu diesen außergewöhnlichen Duellrunden ein.

Nepp sagte ab

Eine Runde im Riesenrad lang hatten die PolitikerInnen Zeit, um ihre politischen Standpunkte zu vertreten. Dabei saßen einander Ludwig und Blümel, sowie Hebein und Wiederkehr gegenüber. Strache musste seine Runde allein – zusammen mit Moderatorin Sylvia Saringer – absolvieren. Er hätte eigentlich gegen Dominik Nepp antreten sollen, doch dieser sagte ab.

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"Es ist für uns nicht akzeptabel, dass die FPÖ als zweitstärkste Partei (bei der Wahl 2015, Anmerkung) einzig und allein mit der Splittergruppe THC diskutieren soll, die gar nicht in den Gemeinderat einziehen wird", erklärte FPÖ-Parteisekretär Stumpf vor wenigen Tagen, "Heute" berichtete. 

ATV sieht das anders: "Die Auswahl der drei ATV-Duell-Paarungen fußt auf einer redaktionellen Entscheidung, die ausschließlich anhand journalistischer Kriterien getroffen wurde", heißt es in einer Stellungnahme des Senders. Würde jeder gegen jeden antreten, würde die Sendung zu lange dauern. Strache hat dafür einen anderen Begleiter mitgenommen.

Strache zeigt ATV den Vogel

Da Nepp nicht mit Strache diskutieren wollte, brachte der THC-Chef einen Stoff-Papagei mit in die Gondel. Vor diesem Vogel vermutete Strache dann unwidersprochen, dass die "völlig überzogenen Corona-Maßnahmen" einen Währungscrash ("Er steht bevor") überdecken sollten. Die Verantwortung daran würde die Regierung "dem Virus zuschieben". Eine "Corona-Diktatur" sei die Folge.

Ludwig und Blümel, Hebein und Wiederkehr kamen ohne Verschwörungstheorien aus. Sie lieferten genau das, was man von ihnen erwarten würde. Der Finanzminister warf Rot-Grün vor, in der Corona-Krise zu schludern, der Bürgermeister mahnte Zusammenhalt ein. Der Wiener NEOS-Chef und die Grüne Vizebürgermeisterin bekamen sich gegen Ende ihrer Runde im Riesenrad fast in die Haare und mussten von Saringer gestoppt werden. Die Ökos, so der Vorwurf des pinken Kandidaten, würden in der Koalition zur Zudeckerpartei mutieren.

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