Bei der Suche nach einer neuen Assistentin biss sich eine Zahnärztin aus Wien bisher die Zähne aus – doch was die Praxisbetreiberin kürzlich mit einer übers AMS vermittelten Kandidatin miterleben musste, ließ sie erstmals selbst mit offenem Mund zurück.
Die Langzeitarbeitslose in der Notstandshilfe, die vorher förmlich um den Job gebettelt hatte, sagte gleich am ersten Arbeitstag und nur eine Stunde vor Dienstbeginn per SMS ab. "Leider hat meine kleine Tochter heute früh Durchfall bekommen, deshalb muss ich mich um sie kümmern", schob die junge Mutter zuerst familiäre Gründe vor. Dann bat sie um sofortige "Storno-Anmeldung", da sie die Stelle "leider nicht antreten" wolle.
Die Ärztin, deren Pläne ordentlich durchkreuzt wurden, ärgerte sich zuerst. Ganz ihrem Berufsstand entsprechend fühlte sie der Sache dann aber noch auf den Zahn und bohrte nach. Und im Versicherungsdatenauszug stieß sie auf Interessantes: Dort fanden sich weitere verdächtig kurze Anstellungen in der Vita der Frau. "Nun stellt sich die Frage, ob sie überhaupt je bei mir arbeiten wollte." Denn mit drei Kindern dürfte die rund 30-Jährige ohne Arbeit in etwa gleichviel oder mehr kassieren, als für einen Teilzeitjob.
Bei besagter Ärztin biss sie sich mit dieser Masche jedoch die Zähne aus – sie meldete den Vorfall beim AMS, wo man dieses Vorgehen so bisher nicht kannte, da es mit keinerlei Vorteilen für die Frau einhergehen würde. Fix ist hingegen: Der Frau wird nun erstmalig für acht Wochen der Bezug gesperrt.