Nach den grausigen Vorwürfen gegen Kabarettist Günther "Gunkl" Paal reagierte nun auch sein langjähriger Weggefährte Thomas Niesner. Gemeinsam mit Paal prägte der Radiomoderator lange Jahre die Kult-Sendung "Die Blaue Stunde" auf Radio Orange. Nun soll es dort offenbar ohne Gunkl weitergehen.
"Die aktuellen Meldungen machen uns sprachlos und lassen uns wie gelähmt in einem Meer aus Fragen zurück", schrieb Niesner am Mittwoch auf Facebook. Aufgeben will er die Sendung, die seit fast 25 Jahren existiert, dennoch nicht. Die nächsten beiden Ausgaben seien bereits vorproduziert und online. Spätestens im Dezember soll "Die Blaue Stunde" dann in vermutlich veränderter Form zurückkehren.
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Gewaltschutzzentren: +43 1 585 32 88
Weisser Ring: 0800 112 112
TelefonSeelsorge – Notruf 142 (täglich 0-24 Uhr)
Wie genau, ist noch offen. "Ob vorerst alleine, oder mit einem neuen Co-Moderator, wird sich noch zeigen", erklärt Niesner – Gunkl selbstredend nicht mehr dabei. Er sieht sich nach einer Selbstanzeige mit massiven Vorwürfen des Kindesmissbrauchs konfrontiert. Offenbar war er in die Falle einer Slowakin und deren Mutter getappt. In deren Wohnung sollen sie Gunkl die vierjährige Tochter bzw Enkelkind bewusst zugeführt haben. Er habe sich an ihr vergangen.
Mit der Drohung, seine offenbar vorhandenen pädophilen Neigungen publik zu machen, sollen sie den Kabarettisten anschließend um insgesamt 189.000 Euro erpresst haben. Er ging schließlich zur Polizei und legte eine Lebensbeichte ab. Die Frauen kamen daraufhin in U-Haft, das nun fünfjährige Opfer und deren Bruder befanden sich bereits davor in staatlicher Obhut.
Brisant: Der bekannte Bühnen-Artist – der für sein neuestes Buch noch im Jahr 2026 von der Stadt Wien mit 1.500 Euro Förderung bedacht wurde – bleibt indes bleibt auf freiem Fuß. Alle seine Auftritte wurden jedoch ersatzlos gestrichen. Bei einer Hausdurchsuchung fand man ihm fast 1.000 Dateien mit Missbrauchsdarstellungen von Kindern. Er selbst betonte, "Schande auf sich gebracht" zu haben – nun sei er bereit, "jede Strafe, die kommt, unwidersprochen hinzunehmen". Ihm drohen bis zu fünf Jahren Haft. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.