Der Fall um einen neuen Missbrauchs-Verdacht in der heimischen Künstlerszene weitet sich aus. Am Mittwoch ging schließlich der österreichische Kabarettist Günther Paal, bekannt als "Gunkl", selbst an die Öffentlichkeit. Und sagt: "Ich habe Schande auf mich gebracht". Gegen ihn wurde am Mittwoch Anklage wegen des Verdachts des Kindesmissbrauchs und des Besitzes von Missbrauchsdateien Unmündiger erhoben – es gilt die Unschuldsvermutung.
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Im Video heißt es vom Betroffenen weiter: "Ich bedaure zutiefst, was ich gemacht hab, ich hätte es nicht tun sollen. Ich habe ein Kind dorthin geküsst, wo Erwachsene Kinder nicht küssen dürfen." Es tue ihm "unendlich leid" und sei "schrecklich". Außerdem habe er "einiges Videomaterial auf Rechnern gehabt", auch das "tut mir so leid". Es habe eine Phase in seinem Leben gegeben, "da hatte ich Lust auf solche Videos".
Die Vorwürfe gegen Paal stehen in Zusammenhang mit einem größeren Verfahren. Gegen den Kabarettisten wurde Anklage wegen des Verdachts des Kindesmissbrauchs sowie wegen des Besitzes von Missbrauchsdateien Unmündiger erhoben. Die beiden Delikte sind Gegenstand des laufenden Strafverfahrens. Gleichzeitig wurden auch zwei Frauen angeklagt. Dabei handelt es sich um die Mutter und die Großmutter des betroffenen Kindes.
Ihnen wird schwere Erpressung vorgeworfen. Beide sollen sich weiterhin in Untersuchungshaft befinden. Dabei soll es um Geldübergaben in mehreren Tranchen gegangen sein. In der Anklage wird demnach eine Summe von 189.000 Euro genannt, tatsächlich sollen mehr als 150.000 Euro geflossen sein. Die letzte Übergabe in Höhe von 30.000 Euro führte laut Berichten zur Festnahme der beiden Frauen.
Paal soll im Mai Anzeige erstattet und zugleich eine Selbstanzeige eingebracht haben. Bei einer Hausdurchsuchung seien außerdem Missbrauchsdateien Unmündiger sichergestellt worden.
Sein Anwalt Florian Höllwarth erklärte gegenüber der "Krone", sein Mandant habe zum Zeitpunkt des Auffindens keinen Besitzwillen mehr gehabt. Zudem lägen die Vorwürfe teilweise 13 Jahre zurück. Einen Termin für die Verhandlung gibt es derzeit noch nicht.