Dienstagabend spielten sich die Szenen ab: Vermummte Teenager standen am Dach von Österreichs größtem Gefängnis der JA Josefstadt, Dutzende Meter über dem Innenhof. Sie liefen über die Dachflächen, filmten das Gelände aus der Höhe und zoomten mit dem Handy gezielt in beleuchtete Hafträume. Am Ende eines Clips rauchte einer demonstrativ in die Kamera.
Die Aufnahmen wurden am 17. Februar veröffentlicht und verbreiteten sich rasch. Einzelne Videos erreichten bis zu 200.000 Aufrufe. In der Beschreibung hieß es verkürzt: "Free an alle hinter Gitter! Inschallah kommt ihr raus." Auf die Frage nach dem Zugang antwortete ein Nutzer knapp: "Baustelle klettern".
Die Justizanstalt Wien-Josefstadt wird seit Oktober 2023 bei laufendem Betrieb umfassend saniert. Die Fertigstellung ist für 2032 geplant. Die Nettoraumfläche des historischen Gebäudes entspricht rund 550 Einfamilienhäusern.
Zu den Modernisierungsmaßnahmen zählen unter anderem der Austausch der Fenster, die Dämmung der Dächer sowie eine Photovoltaikanlage. Das großflächige Baugerüst rund um die Fassade könnte den Jugendlichen den Aufstieg auf das Dach erleichtert haben.
Auch die "Zeit im Bild" griff den Fall auf und wies darauf hin, dass bei solchen Aktionen theoretisch Gegenstände ins Gefängnis geschmuggelt werden könnten. Das Justizministerium teilte schriftlich mit, der "Vorfall sei allen relevanten Dienststellen bekannt".
Weiters hieß es: "Baustellenbezogene Zutrittsmöglichkeiten […] zum Anstaltsbetrieb werden bereits im Vorfeld und fortlaufend geprüft." Ob es konkrete Ermittlungen oder sicherheitstechnische Konsequenzen gibt, wurde nicht näher ausgeführt. Zu den Maßnahmen zählen unter anderem neue Fenster, die Dämmung der Dächer und die Errichtung einer Photovoltaikanlage. Das dafür notwendige Baugerüst könnte den Jugendlichen als Aufstieg gedient haben.
Die "Zeit im Bild" wies in ihrem Beitrag darauf hin, dass bei solchen Aktionen theoretisch auch Gegenstände ins Gefängnis geschmuggelt werden könnten. Das Justizministerium teilte schriftlich mit, der "Vorfall sei allen relevanten Dienststellen bekannt".
Weiters heißt es: "Baustellenbezogene Zutrittsmöglichkeiten […] zum Anstaltsbetrieb werden bereits im Vorfeld und fortlaufend geprüft." Ob es konkrete Ermittlungen gegen die beteiligten Jugendlichen gibt, wurde nicht bekannt gegeben.