Der Fall des zweijährigen Huskys "Buba" sorgt in Wien für Entsetzen – und bringt nun auch eine Debatte über strengere Strafen bei Tierquälerei ins Rollen. Der Hund wurde von seinem Besitzer schwer misshandelt und konnte nur durch den Verein "Hunde Such Hilfe" gerettet werden.
Auslöser war eine Audionachricht einer Nachbarin, die dem Verein zugespielt wurde: "Die hat uns alles zugespielt, wo man ganz klar gehört hat, dass der Hund schwere Misshandlungen erleiden hat müssen."
Der Verein alarmierte die Polizei. In deren Anwesenheit gab der Besitzer zu, den Hund misshandelt zu haben.
Nach Angaben des Vereins hatte "Buba" offene Wunden, Platzwunden und Prellungen. Mehrere Zähne fehlten oder waren ausgeschlagen – besonders schockierend: Im Hals steckte eine Rasierklinge. Der Hund wurde sofort in ein Tierspital gebracht.
Die Behandlungskosten belaufen sich auf mehrere tausend Euro, die der Verein nun zurückfordern will.
Dem Besitzer drohen bis zu zwei Jahre Haft. Doch Rechtsanwalt Sascha Flatz warnt: "aber bei einem unbescholtenen Ersttäter kann man davon ausgehen, dass er maximal das untere Drittel des Strafrahmens bekommt und dass der wahrscheinlich auch eine Bewährungsstrafe bekommen wird".
Flatz vertritt den Verein "Hunde Such Hilfe" und will vor Gericht erreichen, dass der Täter die Kosten ersetzt.
Angesichts zunehmender Fälle von Tiermisshandlung fordert Flatz eine deutliche Verschärfung des Strafmaßes: "Ich denke, hier könnte man das sicher verdoppeln oder mehr, weil es muss hier schon eine abschreckende Wirkung da sein, und das weiß man auch, und ich weiß es auch aus meinem Arbeitsalltag."
Der Husky ist mittlerweile bei einer erfahrenen Tierpflegerin untergebracht und erholt sich langsam. Sobald seine Wunden verheilt sind, soll für ihn ein neues, liebevolles Zuhause gefunden werden.