Wien bekommt zusätzliche Polizei-Unterstützung aus den Bundesländern. Wie das Innenministerium am Freitag via Aussendung mitteilt, werden bereits seit Anfang August täglich 24 Beamte aus Niederösterreich, Oberösterreich, dem Burgenland und der Steiermark tageweise in der Bundeshauptstadt eingesetzt.
Der Schwerpunkt der Einsätze liegt in den Nachtstunden. Dabei geht es vor allem um die Bekämpfung der Jugendkriminalität. Im Sommer und während der schulfreien Zeit halten sich mehr Menschen bis spät in die Nacht im öffentlichen Raum und in Parks auf. Genau dort soll die verstärkte Polizeipräsenz ansetzen.
Mit September wird das Modell ausgeweitet. Künftig sollen 48 Polizisten aus dem Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark nach Wien kommen. Sie werden der Bereitschaftseinheit Wien zugeteilt und können von dort aus für Schwerpunkteinsätze im gesamten Stadtgebiet eingesetzt werden.
Neu ist vor allem die Dauer: Statt tageweiser Unterstützung sind Zuteilungen von bis zu drei Monaten vorgesehen. Längere Einsätze seien sinnvoller und günstiger, weil Reisezeiten und Reisekosten reduziert werden können.
Nach Angaben aus dem Innenministerium gibt es bereits zahlreiche freiwillige Meldungen aus den Bundesländern. Stand jetzt geht man deshalb davon aus, dass auch die längeren Zuteilungen freiwillig abgedeckt werden können.
Dass Polizisten vorübergehend in einem anderen Bundesland Dienst versehen, ist grundsätzlich nichts Neues. Solche Zuteilungen gibt es etwa bei Großveranstaltungen, besonderen Einsatzlagen oder wenn spezielle Einheiten benötigt werden.