"Heute"-Leser Richard* (Name von der Redaktion geändert) machte am Sonntagabend eine überaus erstaunliche Entdeckung. Bei einem Spaziergang sah der Wiener einen Unbekannten, der auf dem Gehsteig in der Ettenreichgasse in Favoriten ein kolossales Gerät in Richtung Himmel aufstellte.
„"Was macht der da? Ist das ein Teleskop, eine Rakete? Mitten im Gemeindebau um 23.00 Uhr", fragte sich "Heute"-Leser Richard verdutzt.“
Doch was hat es mit dem Riesen-Rohr auf sich? "Heute" fragte bei Ubimet-Experten Konstantin Brandes nach: "Hierbei handelt es sich um ein klassisches Teleskop, mit dem man kleinere Himmelskörper wie Sterne, Planeten, den Mond, oder Satelliten gut beobachten kann – perfekt für den Privatgebrauch."
Ob es einen bestimmten Anlass gab, weshalb der Astronomie-Fan am Sonntag gegen 23.00 Uhr in den Himmel starrte? "Aktuell kann man wirklich etwas Außergewöhnliches beobachten. Seit Anfang des Jahres nähert sich nämlich der Komet C/2022 E3 (ZTF) der Erde und kann für wenige Wochen am Himmel beobachtet werden. Dabei wird er am 1. Februar 2023 seinen erdnächsten Punkt erreichen", so Wetter-Experte Brandes.
Gefahr geht von dem grünen Kometen keine aus, dafür sorgt sein Anblick mitunter für einzigartige Schnappschüsse. So nah sei der Komet C/2022 E3 nur alle 50.000 Jahre – "Heute" berichtete. Die letzte Chance auf eine mondlose Sichtung besteht laut Brandes am Morgen des 31. Jänners, wenn der Mond über Österreich etwa um 4.30 Uhr untergeht.
C/2022 E3 (ZTF) ist ein langperiodischer Komet, der ungefähr alle 50.000 Jahre in unserem Sonnensystem vorbeischaut. Das letzte Mal, als sich der Komet der Erde näherte, herrschte auf unserem Planeten gerade die Eiszeit.
Bis zum Dämmerungsbeginn ab ungefähr 6.00 Uhr ist der Komet dann in nördlicher Himmelsrichtung zu sehen – er liegt dann mehr als 50 Grad über dem Horizont.