Kommt der Winter jetzt mit voller Wucht nach Österreich? Obwohl der November gerade erst begonnen hat, zeigen erste Wetterberechnungen bereits einen möglichen Kälteeinbruch. Besonders im Westen des Landes könnte es in der kommenden Woche richtig frostig werden.
Das amerikanische Wettermodell berechnet für die Zeit ab dem 10. November Temperaturen von bis zu minus 15 Grad. Gleichzeitig könnten in Westösterreich bis zu 50 Zentimeter Neuschnee zusammenkommen.
Hinter dem möglichen Wintereinbruch steckt eine Veränderung der Großwetterlage. Sollte sich eine sogenannte Ostlage einstellen, würde eisige Festlandsluft aus Nordosteuropa nach Mitteleuropa strömen.
Damit könnten die Temperaturen in Österreich deutlich zurückgehen. Auch Schneefälle bis in tiefere Lagen wären bei einer entsprechenden Wetterentwicklung möglich.
Besonders kalt könnte es werden, wenn sich zuvor bereits eine Schneedecke gebildet hat. Diese begünstigt bei klarem Himmel eine starke nächtliche Auskühlung. Dadurch könnten die Temperaturen noch weiter in den Keller rasseln.
Ob Österreich tatsächlich ein derart heftiger Wintereinbruch bevorsteht, ist allerdings noch völlig offen. Die Berechnungen reichen weit in die Zukunft und sind deshalb mit großen Unsicherheiten verbunden.
Vor allem die mögliche Ostströmung ist entscheidend. Ob sie sich überhaupt entwickelt und wie weit die kalten Luftmassen anschließend nach Österreich gelangen, lässt sich derzeit noch nicht verlässlich sagen.
Hinzu kommt: Nicht alle Wettermodelle zeigen eine derart extreme Entwicklung. Andere Berechnungen gehen für denselben Zeitraum von deutlich milderen Temperaturen aus. Ob die prognostizierten minus 15 Grad und der halbe Meter Schnee tatsächlich Realität werden, dürfte sich erst in den kommenden Tagen genauer abschätzen lassen.
Am Dienstag halten sich von früh bis spät dichte Wolken, vor allem im Mostviertel und im Semmering-Wechsel-Gebiet fallen vereinzelt auch ein paar Regentropfen bzw. oberhalb von 700 bis 900 m Schneeflocken. Der Wind weht mäßig bis lebhaft aus nördlichen Richtungen. Maximal werden 4 bis 9 Grad erreicht.
Der Mittwoch beginnt vom Wald- bis ins Mostviertel oft trüb durch Hochnebel, Richtung Weinviertel aber schon mit ersten Auflockerungen. Der Hochnebel lockert im Tagesverlauf noch weiter auf, am Nachmittag zeigt sich vor allem im östlichen Flachland noch öfters die Sonne. Der Wind weht mäßig aus Ost bis Nordost und die Temperaturen steigen auf 6 bis 10 Grad.
Am Donnerstag halten sich zu Beginn verbreitet Nebel und Hochnebel. Im Laufe des Vormittags löst sich dieser vor allem im östlichen Flachland auf, zäher hält er sich noch im Waldviertel und im Donauraum. Ansonsten zeigt sich noch häufig die Sonne. Bei mäßigem Ostwind werden nach einem leicht frostigen Start noch 6 bis 11 Grad erreicht.
Der Freitag bringt häufig Sonnenschein. Nur in den Morgenstunden halten sich im Donauraum noch ein paar Nebel- und Hochnebelfelder. Im Laufe des Nachmittags machen sich einzelne, dünne Schleierwolken bemerkbar. Diese trüben den Sonnenschein kaum, es bleibt zudem trocken. Bei teils lebhaftem Ostwind werden nach einem leicht frostigen Start noch 7 bis 12 Grad erreicht.