Dabei war die "Albiceleste" als hoch gehandelter Favorit ins Turnier gestartet. Doch bereits im ersten Gruppenspiel folgte die Bruchlandung, die Blamage gegen den krassen Außenseiter aus Saudi-Arabien. Damit sind die Südamerikaner bereits früh unter Druck. Gegen Mexiko und Polen müssen nun Siege her.
Für Kapitän Lionel Messi war es ein früher Rückschlag. Der Superstar in Diensten von Paris St.-Germain hat den WM-Titel als großes Ziel ausgegeben. Es ist die letzte Chance des siebenmaligen Weltfußballers, den Coupe Jules Rimet zu stemmen.
Deshalb wirkte "La Pulga" ("Der Floh") nach der bitteren Auftakt-Pleite auch besonders ernüchtert. Und analysierte die Pleite knallhart. "Wir sind tot, denn es ist ein sehr harter Schlag für uns. Wir waren zuversichtlich, zu gewinnen, gut zu starten. Das haben wir nicht erwartet", musste der Superstar zugeben. Messi brachte die Argentinier zwar vom Elfmeterpunkt mit 1:0 in Front, blieb danach aber hinter den Erwartungen zurück. Das stellen auch drei Schüsse und 65 - häufig ungefährliche - Ballkontakte unter Beweis.
Gleichzeitig ließ Messi eine unerwartete Erklärung für die Blamage folgen: "Das frühe Tor war schlecht für uns, es hat uns verwirrt. Wir wussten, dass das erste Spiel gefährlich ist, wir nicht so spielen, wie wir es gewohnt sind. Und genau das ist passiert. Wir haben nicht zu dem Spiel gefunden, das wir seit langem spielen", so der Stürmerstar. Durch die Niederlage riss auch Argentiniens Ungeschlagen-Serie nach 36 Spielen. Nur eine Partie fehlte zum Rekord der Italiener.
Trotzdem bleiben die "Gauchos" selbstbewusst. "Wir wissen, dass es ein harter Schlag war. Aber wir müssen Vertrauen haben. Auch die Leute sollen darauf vertrauen, dass diese Truppe sie nicht im Stich lässt", schloss Messi.