Die Gastronomie steht massiv unter Druck. Der Krieg im Iran und die steigenden Treibstoffpreise treiben die Kosten entlang der gesamten Lieferkette nach oben - vom Einkauf der Waren bis zum fertigen Gericht auf dem Teller. Für viele Wirte wird das wirtschaftliche Überleben damit zur täglichen Herausforderung.
Trotz dieser schwierigen Lage wagt Mamdouh Makin den nächsten Schritt. Der geborene Ägypter lebt seit 34 Jahre in Österreich und ist der Schwager von Barbara Azer, die sich in Schärding mit dem Stadtwirt, dem Landgasthof und Hotel in St. Florian am Inn sowie mit dem Restaurant Maaderhof am Golfplatz in Taufkirchen an der Pram schon einen Namen gemacht hat.
Makins Bruder Azer Maher ist seit einem Jahr Tourismuschef der Barockstadt Schärding. Makin hat nun das Traditionslokal "Venti tre" in der Passauer Innstadt übernommen und bringt frischen Wind in die historischen, denkmalgeschützten Gewölbe.
Kulinarisch setzt der neue Pächter auf italienische Klassiker wie Pizza und Pasta, erweitert das Angebot aber bewusst um Fisch- und Fleischgerichte sowie saisonale Spezialitäten. Damit will er sowohl Einheimische als auch Ausflügler ansprechen.
Gegenüber "Heute" spricht der Wirt offen über die aktuelle Situation: "Steigende Treibstoffkosten wirken sich unmittelbar auf die gesamte Lieferkette aus. Transportkosten für Lebensmittel wie Fleisch, Mehl oder Milchprodukte steigen." Diese Mehrkosten könnten Gastronomen oft nicht selbst abfedern. Sie würden weitergegeben - und landen letztlich bei Restaurants und Konsumenten.
Wie drastisch die Entwicklung ist, zeigt ein Beispiel, das jeder kennt: das Wiener Schnitzel. Fleischpreise, Energie, Betriebskosten und Löhne seien in den letzten Jahren deutlich gestiegen. "In Summe führte das dazu, dass Schnitzelpreise seit 2020 um rund 50 Prozent gestiegen sind", rechnet Makin vor.
Für viele Gäste wird der Restaurantbesuch damit spürbar teurer. Gleichzeitig stehen Wirte unter Druck, die Qualität zu halten und wirtschaftlich zu bleiben.