Teuerung trifft alle

Wirtin erhöhte Preise – im November wird neu kalkuliert

Fleisch, Energie und sogar Servietten werden teurer. Gastronomin Barbara Prilisauer musste bereits Preise anheben. Bald wird noch einmal kalkuliert.
Michael Pollak
23.09.2026, 05:45
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Der Kostendruck für uns alle wird immer härter. Alle klagen über steigende Preise, vor allem beim Wirten. Bier bei 6 Euro, Kalbsschnitzel weit über 20 Euro – das ist alles normal geworden.

Gastronomin Barbara Prilisauer leidet genauso unter der Preis-Spirale. Sie leitet mit ihrem Mann gemeinsam das beliebte Gasthaus Prilisauer in Wien-Penzing, "unseren Betrieb gibt es seit 145 Jahren" sagt sie zu "Heute".

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Doch die vergangenen Jahre brachten völlig neue Herausforderungen. Alleine in den letzten 12 Monaten ist etwa Rindfleisch im Preis um 30 Prozent gestiegen. Ganz ohne Konsequenz auf der Speisekarte bleibt diese Teuerung nicht. Vor Kurzem musste Prilisauer einige Preise erhöhen, vor allem bei Rostbraten und Speisen mit Kalbfleisch. "Aber es sind nur kleine Beträge, maximal 50 Cent pro Speise", sagt die Wirtin.

Im November wird wieder gerechnet

Aber: Noch ist die Gefahr weiterer Erhöhungen für Gäste nicht gebannt. Im November gibt es den nächsten Kassasturz. Dann wird Prilisauer die Entwicklung bei den Kosten erneut unter die Lupe nehmen.

Die Gastro-Branche leidet an mehreren Fronten. Neben dem Fleisch (auch Hühner sind 20 Prozent teurer), ist die Energie Haupt-Kostenfaktor.

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Prilisauer spricht bei Sprit, Gas und Strom ebenso von einem Anstieg um 20 Prozent. Und die Liste der Mehrkosten wird noch länger: Alles, was angeliefert werde, werde teurer. Dazu gehören auch Verpackungen und Servietten. Gleichzeitig müsse gutes Personal entsprechend bezahlt werden.

Gäste bestellen bereits weniger

Auf der anderen Seite beobachtet Prilisauer, dass die Gäste selbst stärker auf ihre Ausgaben achten. "Sie lassen Vorspeisen und Desserts häufig weg. Viele bestellen nur noch ein Getränk und eine Hauptspeise", sagt sie.

Schon bald wird auch der Bier-Lieferant die Preise erhöhen. Doch Hermann Prilisauer legt sich quer: "Mein Mann hat entschieden, das wird nicht an die Gäste weitergegeben."

POM,23.09.2026, 05:45
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