Proben-Endspurt

Das "Biest" ist los! So spektakulär wird das Musical

Der Disney-Klassiker "Die Schöne und das Biest" zieht ins Raimund Theater. "Heute" bekam vorab einen Einblick und sprach mit den Hauptdarstellern.
Yvonne Mresch
23.09.2026, 05:30
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Das Bühnenbild steht, die Kostüme sind bereit: Am 25. September steigt die große Premiere des weltbekannten Disney-Klassikers "Die Schöne und das Biest" im Wiener Raimund Theater. Mehr als 38 Millionen Menschen in über 17 Ländern haben das Stück bereits gesehen. In Wien sollen nun noch ein paar mehr dazu kommen, die sich von der Geschichte rund um Belle und den verwunschenen Prinzen verzaubern lassen.

"Ist ein krasses Workout!"

"Heute" durfte vorab einen Blick auf erste ausgewählte Szenen wie "Gaston" oder "Unser Gast" werfen. Vor allem die berühmte Steppnummer verlangt der Cast so einiges ab: "Es ist ein Geschenk, im goldenen Kostüm vorne zu steppen, während man reflektiert und der Spot das Licht noch einmal verdreifacht. Ein wahr gewordener Musicaltraum", strahlt Lumière-Darsteller Simon Stockinger und ergänzt lachend: "Aber es ist auch sehr warm und im Moment denke ich nur ans Durchhalten – und wie viel High Kicks noch übrig sind. Aber das Fitnessstudio spar ich mir, es ist ein krasses Workout".

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Biest"-Darsteller: "Bin nicht nervös"

Ähnlich warm ist das Kostüm von "Biest"-Darsteller Dominik Hees – ein Muskelanzug tut sein Übriges. Das habe aber auch positive Aspekte, so der 37-jährige: "Das Kostüm macht etwas mit dem Körper. Ich schwitze viel, aber es gibt mir ein Gefühl von Stärke und Kraft. Das macht eigentlich schon 50 Prozent des Charakters aus – der Rest kommt dann von alleine."

Die Rolle des "Biests" ist seine erste Hauptrolle nach einer Krebserkrankung – "Heute" berichtete. Nervös sei er gar nicht, betont Hees im Gespräch: "Ich glaube das liegt daran, dass das Team so detailliert gearbeitet hat. Nervosität entsteht, wenn man Zweifel hat. Aber hier ist alles durch inszeniert und ergibt so viel Sinn. Das macht es für mich als Schauspieler einfach und dafür bin ich dankbar."

Tochter durfte Papa auf Bühne bewundern

Besonders begeistert den Musicaldarsteller die Entwicklung seines Charakters: "Als Belle in der Bibliothek die Sage von König Artus vorliest, entwickelt das Biest eine Faszination für Geschichten und Bücher. Es ist der größte Sprung in seinem Charakter, von hart und kalt zu warm und liebevoll. Dieses 'weich werden' macht mir am meisten Spaß!"

Auch Hees' 6-jährige Tochter durfte ihren Papa bereits in Aktion sehen. "Sie war gemeinsam mit meiner Frau in der Generalprobe und es war so schön", strahlt der Schauspieler sichtlich gerührt. "Ich habe zuhause nur ganz wenig erzählt, keine Videos oder Fotos gezeigt und alle waren sehr gespannt. Nach der Show war sie total geflasht und als ich sie gesehen habe, hatte sie alle Emotionen gleichzeitig. Sie werden sicher noch ganz oft kommen!"

"Belle": Nach der Premiere gibt's ein Schnitzel

Sehr aufgeregt vor der Premiere ist Spielpartnerin Marlene Jubelius, die ihr Debüt am Wiener Raimund Theater gibt. "Eine Premiere ist immer etwas anderes und ich bin eine sehr perfektionistische Person", gibt sie zu. Die Rolle der Belle fasziniert sie besonders aus einem Grund: "Unser Regisseur sagt immer, sie ist keine Prinzessin und das sehe ich auch so. Sie will mehr im Leben, möchte Abenteuer und trifft auf diesem Weg das Biest. Die Geschichte ist sehr schön, weil es darum geht sich zu trauen und den eigenen Weg zu gehen."

Die Zusammenarbeit mit Dominik Hees mache großen Spaß, lacht die 31-jährige. "Diese Streitsituationen und das Hin und Her zu spielen, ist lustig. Aber hinter der Bühne können wir das ja wieder loslassen."

Mit ihrer Rolle habe sie einige Gemeinsamkeiten: "Ich komme aus einem kleinen Dorf und will auch mehr von der Welt sehen, das Gefühl kann ich gut verstehen. Aber ich lese nicht so viel, vielleicht sollte ich das tun", schmunzelt die Darstellerin, die für die Rolle erstmals nach Wien gezogen ist. Eingelebt habe sie sich bereits – gesehen jedoch noch nicht viel. "Wir proben sehr viel, aber nach der Premiere werde ich noch mehr erkunden. Und ein Schnitzel essen."

"Gaston": "So eine Rolle noch nie gespielt"

Die Lacher im Stück auf seiner Seite hat Roy Goldman in der Rolle des "Gaston". Der gebürtige Niederländer musste sich akribisch darauf vorbereiten: "Ich war sehr oft im Fitnessstudio, gerade körperlich und konditionell verlangt die Nummer sehr viel. Und natürlich habe ich auch mit meinem Spielpartner und dem Regisseur darüber gesprochen, wie wir das am Besten darstellen können."

Goldman, der dem Wiener Publikum aus Stücken wie "Das Phantom der Oper" ("Raoul") oder "Der Glöckner von Notre Dame" ("Phoebus") bekannt ist, schlüpft nun in eine gänzlich andere Rolle. "Ich habe so eine Rolle noch nie gespielt in meiner Karriere. Ich kann hier mal etwas anderes zeigen und 'out of the box' denken." Gewisse Parallelen zu "Gaston" gebe es schon, so Goldman: "Wenn mich jemand aus der Ferne sieht, denkt man vielleicht ich bin introvertiert und man kann nicht so gut mit mir reden. Aber wenn man mich kennt weiß man, dass ich einfach ein Kind bin, das Spaß und Energie hat."

"Zuschauer sollen auf magische Reise gehen"

Nach sechs Wochen Proben steht die Produktion nun kurz vor der Premiere. Regisseur Matt West verspricht ein Musical mit "frischem Gefühl", die Geschichte und das Herz der Show blieben jedoch dasselbe. "Ich möchte, dass die Zuseher die Welt draußen für eine kurze Zeit vergessen und mit uns auf diese magische Reise gehen. Ich schaue gerne dem Publikum zu – und wenn ich sehe, dass Arme umeinander gelegt werden oder Kinder interessierte Fragen stellen weiß ich, dass ich einen guten Job gemacht habe!"

ym,23.09.2026, 05:30
Mehr zum Thema