Die Wirtschaftskammer Wien entlastet ihre Mitglieder: Das Wirtschaftsparlament beschloss am Mittwoch einstimmig eine Senkung der sogenannten Kammerumlage 2 um insgesamt 25 Prozent. Die Reduktion startet 2027 und soll bis 2029 vollständig umgesetzt werden.
WK-Wien-Präsident Walter Ruck spricht von einem "bahnbrechenden Beschluss". Die Grundlage dafür seien jahrelange Vorbereitungen und interne Reformen gewesen. "Was dabei wichtig ist: Diese umfangreiche Reduktion der Kammerumlage 2 fußt auf Effizienzsteigerungen", so Ruck. Bereits 2019 habe man mit der Zusammenlegung von zehn Standorten im "Haus der Wiener Wirtschaft" und einer Organisationsreform die Basis geschaffen.
Die Umlage wird anhand der Lohnsumme eines Unternehmens berechnet. Der Hebesatz sinkt schrittweise:
2026: 0,24 Prozent
2027: 0,22 Prozent
2028: 0,20 Prozent
2029: 0,18 Prozent
Laut Wirtschaftskammer spart die Wiener Wirtschaft dadurch rund 22 Millionen Euro. Gleichzeitig soll die Senkung laut Ruck nicht zulasten des Angebots gehen: "Die Senkung der Umlage wirkt sich weder auf unsere Zukunftsinvestitionen, zum Beispiel in unsere geplante IT-HTL Vienna Digital School, noch auf die Qualität unserer Serviceleistungen aus."
Die Kammer will außerdem massiv in Digitalisierung investieren. Ziel sei laut Ruck, "dass wir für die Wiener Unternehmen 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr in allen in Wien gesprochenen Sprachen erreichbar sind."
Mit der Senkung will die WK Wien auch österreichweit ein Signal setzen. "Die Wirtschaftskammer Wien beweist sich damit einmal mehr als zukunftsorientierte, moderne und leistungsfähige Interessenvertretung der Wiener Wirtschaft", so Ruck.