"Wie erzähle ich euch das? Ich glaube, ihr begleitet mich jetzt schon lange. Meine Karriere war immer ein Auf und Ab. Und irgendwie war ich nie ganz weg", begann Gregoritsch und war nach seinem umjubelten Goldtor gegen Bosnien immer noch sichtlich emotional mitgenommen.
Der Stürmer (77.) schoss Österreich zum 1:1 und damit verbunden zur ersten WM-Teilnahme nach 28 Jahren – der schönste Moment seiner Karriere, wie er selbst erklärte. So rosig wie am Dienstagabend im Ernst-Happel-Stadion war aber nicht immer alles im Laufe seiner Karriere. "Das ist keine Ansage. Wenn ich nicht an mich glauben würde – und in solchen Situationen an mich glauben würde – wer dann?", führte er weiter.
Jetzt hat der Stürmer aber wieder einmal seinen Wert gezeigt, seine Qualitäten bewiesen. "Das sind Momente, die werden mir ewig bleiben", erklärte Gregoritsch und meinte weiter: "Ich bin nicht der spektakulärste Spieler. Ich bin einer der langsamsten Spieler, aber trotzdem bin ich schon ewig da. Ich habe viele gesehen, die gekommen und gegangen sind, und viele, die den Weg mit mir mitgegangen sind."
Auch deswegen haben die Momente im Happel-Stadion, mit Fans und Familie einen ganz speziellen Stellenwert für den Angreifer. "Diese Emotionen heute – das ist doch das Beste, was man haben kann. Es ist heute der beste Tag in meinem Fußball-Leben", ließ Gregoritsch Revue passieren.
"Wir sind seit neun Jahren gemeinsam in der Nationalmannschaft. Das ist einer, den wir alle irgendwo immer wieder vergessen und abgeschrieben haben. Wir haben so viel durchgemacht, seit neun Jahren", erklärte Gregoritsch über seine Beziehung zu Arnautovic. Nach dem Spiel lagen sich der Goldtorschütze und sein Sturmkollege in den Armen und tauschten einige emotionale Worte aus.
Dann verriet der Brondby-Profi auch, was Arnautovic ihm am Spielfeld im Happel-Stadion mitteilte. "Wir haben es geschafft, hat er mir gesagt, und ich habe es ihm gesagt. Meine engsten Jungs habe ich heute alle ein bisschen länger umarmt. Das ist das Größte, was man erleben kann, als Fußballer. Jetzt haben wir es geschafft." Eine Sache verbindet die beiden: Auch der österreichische Rekordtorschütze musste während seiner Karriere einige Täler durchschreiten. Jetzt werden sie das ÖFB-Team nächsten Sommer zur WM-Endrunde nach Nordamerika führen.