Für Vozinha wurde die erste WM-Teilnahme Kap Verdes zum persönlichen Karriere-Höhepunkt. Der 40-Jährige überzeugte mit starken Leistungen und spielte sich damit sogar unter die zehn Nominierten für die Yashin Trophy für den besten Torhüter des Jahres.
Doch der Erfolg veränderte sein Leben schlagartig. Vor der Weltmeisterschaft folgten Vozinha auf Instagram noch rund 50.000 Menschen, mittlerweile sind es mehr als 28 Millionen. Auch sportlich ging es weiter nach oben: Nach dem Turnier wechselte er vom portugiesischen Zweitligisten GD Chaves zum chilenischen Traditionsklub Colo-Colo.
Mit seinem neuen Leben kann sich der 93-fache Nationalspieler allerdings nur schwer anfreunden. "Wenn ich mich zwischen dem Leben entscheiden müsste, das ich heute habe, und dem, das ich vorher hatte, würde ich das Leben von früher wählen", erklärte Vozinha gegenüber dem britischen "Observer".
Vor allem der Verlust seiner Privatsphäre belastet den Kapitän von Kap Verde. "Wenn ich in ein Restaurant gehe, will ständig jemand ein Foto mit mir machen oder bittet mich um ein Autogramm", schildert der Torhüter seinen neuen Alltag.
Viele Menschen würden sich zwar nach Berühmtheit sehnen, dabei aber nur deren angenehme Seiten sehen, meint Vozinha. Für den WM-Helden ist der unverhoffte Aufstieg zum Weltstar damit auch zur persönlichen Herausforderung geworden.