Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 hat nicht nur auf dem Platz für Spannung gesorgt, sondern auch im österreichischen Mobilfunknetz. Magenta meldet nach dem Turnier einen neuen Höchstwert bei der übertragenen Datenmenge. Besonders das Achtelfinale zwischen Spanien und Portugal am 6. Juli brachte das Netz auf einen Rekordstand. Nach Angaben des Unternehmens wurden an diesem Tag 3,6 Terabyte pro Sekunde durch das Magenta-Mobilfunknetz transportiert. Einen höheren Wert habe es bisher noch nie gegeben.
Zur Einordnung verweist Magenta darauf, dass dies etwa dem gleichzeitigen Download von rund 600 Hollywood-Blockbustern in nur einer Sekunde entspreche. Das Turnier lief über 39 Tage und umfasste 104 Spiele in vier Zeitzonen. Für viele Fans in Österreich bedeutete das Anpfiffe tief in der Nacht. Genau diese ungewöhnlichen Sendezeiten hätten das Nutzungsverhalten deutlich verändert.
Magenta TV übertrug die gesamte WM erstmals auf drei eigenen Kanälen und ergänzte die Live-Spiele mit Analysen, Expertenrunden und Konferenzschaltungen. Besonders auffällig war laut Unternehmen die starke Nutzung der Replay-Funktion.
Rund ein Drittel der TV-Kundinnen und -Kunden habe Nachtspiele nicht live verfolgt, sondern später zu einem selbst gewählten Zeitpunkt angesehen. Im Vergleich zur üblichen Nutzung der Replay-Funktion entspreche das einem Anstieg von 86 Prozent. Viele Menschen hätten ihren Tagesablauf also nicht mehr nach dem Spielplan ausgerichtet, sondern die Partien zeitversetzt konsumiert.
Insgesamt wurden während der Weltmeisterschaft 1,44 Millionen Stunden WM-Inhalte über Magenta TV gestreamt. Die Kombination aus Live-Übertragungen, zeitversetztem Fernsehen und zusätzlicher Berichterstattung führte laut den veröffentlichten Zahlen zu einer außergewöhnlich hohen Auslastung der Plattform.
Das Unternehmen betont außerdem, dass die Spiele in UHD-Bildqualität verfügbar waren. Nach eigenen Angaben war Magenta TV der einzige Anbieter in Österreich, der die WM in dieser Bildqualität zeigte.
Christian Jaros, Tribe Lead Entertainment bei Magenta Telekom, zieht eine positive Bilanz des Turniers. Er sagt: "Wir blicken auf eine sehr erfolgreiche WM zurück. Der ÖFB hat das Land begeistert und ein großartiges Turnier gespielt. Als Partner des ÖFB macht uns das besonders stolz. Zugleich haben wir mit Magenta TV dazu beigetragen, dass viele Menschen diese WM in bester Qualität erleben konnten. Dieses Turnier war für uns kein einmaliges Gastspiel. Es war der Anpfiff für das, was wir mit Magenta TV noch vorhaben."
Die Weltmeisterschaft diente für Magenta nicht nur als Sportereignis, sondern auch als Belastungsprobe für Netz und TV-Plattform. Die veröffentlichten Zahlen zeigen vor allem eines: Große Fußballturniere werden zunehmend über Streaming und zeitversetztes Fernsehen konsumiert. Während früher viele Fans pünktlich vor dem Fernseher sitzen mussten, entscheiden heute deutlich mehr Menschen selbst, wann sie ein Spiel sehen wollen.