Neue Studie

Mobilfunk-Kunden sind so zufrieden wie selten zuvor

Mehr Datenverkehr, mehr 5G und mehr KI-Nutzung: Neue Zahlen zeigen, wie digital Österreich inzwischen geworden ist und wie zufrieden die Nutzer sind.
Digital  Heute
24.06.2026, 15:42
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Die Digitalisierung prägt den Alltag der Menschen in Österreich stärker denn je. Das zeigt das aktuelle Mobilfunk-Barometer des Forum Mobilkommunikation (FMK), das gemeinsam mit Markt- und Verkehrsdaten der heimischen Mobilfunkbranche präsentiert wurde. Besonders deutlich wird dabei die zunehmende Bedeutung von Smartphones und Anwendungen auf Basis Künstlicher Intelligenz. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass die Zufriedenheit mit den Mobilfunknetzen und Tarifen in Österreich weiterhin auf einem hohen Niveau liegt.

Zum Jahresende 2025 waren österreichweit 14,665 Millionen SIM-Karten in Smartphones, Handys und mobilen Internetgeräten aktiv. Damit setzt sich der langfristige Wachstumstrend fort. Während Mobiltelefone bereits seit vielen Jahren nahezu flächendeckend genutzt werden, sorgen zusätzliche Geräte, Firmenhandys und Zweitkarten für einen weiteren Anstieg. Parallel dazu verändert sich das Kommunikationsverhalten der Bevölkerung. Die klassische Mobiltelefonie verliert weiter an Bedeutung.

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Im Jahr 2025 wurden über die Mobilfunknetze 20,16 Milliarden Gesprächsminuten geführt. Gegenüber den Spitzenwerten während der Corona-Pandemie bedeutet das einen weiteren Rückgang. Als Grund wird die zunehmende Nutzung von Messengern und Videotelefonie genannt. Während die Zahl der Telefonminuten sinkt, steigt das Datenvolumen weiter. Erstmals wurden mehr als 6 Milliarden Gigabyte Daten über österreichische Mobilfunknetze übertragen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Plus von mehr als 500 Millionen Gigabyte.

902 Millionen Euro investiert

Vor allem Videotelefonie, Streaming-Angebote und hochauflösende Smartphone-Videos treiben die Entwicklung an. Trotz der wachsenden Nutzung verzeichnete die Branche einen leichten Umsatzrückgang. Der Gesamtumsatz der drei Mobilfunknetzbetreiber sank von 3,751 Milliarden Euro auf 3,533 Milliarden Euro. Gleichzeitig investierten die Unternehmen weiterhin kräftig in ihre Infrastruktur. Das Investitionsvolumen stieg von 881 Millionen Euro auf 902 Millionen Euro. Ein Schwerpunkt bleibt der Ausbau der fünften Mobilfunkgeneration.

Mit Stand Mai 2026 gab es österreichweit 19.519 aktive Mobilfunkstandorte. Das sind 344 mehr als ein Jahr zuvor. Bereits 13.298 dieser Standorte verfügen über 5G-Technologie. Die technische Versorgung erreicht mittlerweile rund 97 Prozent der Bevölkerung. Das vom Meinungsforschungsinstitut MAKAM durchgeführte Mobilfunk-Barometer zeigt zudem eine hohe Zufriedenheit der Kunden. Die Befragten bewerten sowohl die Qualität der Mobilfunknetze als auch die angebotenen Tarife positiv.

Gleichzeitig besitzen die Österreicherinnen und Österreicher durchschnittlich 5,5 internetfähige Geräte pro Person. Im digitalen Alltag bleibt das Smartphone die wichtigste Schaltzentrale. Besonders häufig wird der Messenger WhatsApp genutzt. Mit 88 Prozent liegt die Anwendung sogar vor der Kamera- und Weckfunktion des Smartphones. Rund drei Viertel der Bevölkerung verwenden ihr Handy regelmäßig zum Fotografieren. Etwa acht von zehn Österreicherinnen und Österreichern erledigen ihre Bankgeschäfte überwiegend online.

KI-Antworten werden kaum geprüft

Rund jede zweite Person nutzt digitale Dienste regelmäßig für Streaming, Online-Shopping oder Behördenwege. Stark wächst die Nutzung von Künstlicher Intelligenz. Zwei Drittel der Nutzer haben bereits Anwendungen ausprobiert, die Texte, Antworten oder andere Inhalte generieren. Für die meisten Nutzer spielt dabei das Smartphone die zentrale Rolle. Mehr als drei Viertel greifen für KI-Anwendungen auf ihr Mobiltelefon zurück. Viele verwenden KI nicht nur zum Experimentieren, sondern auch zur Informationssuche oder zur Erklärung komplexer Themen.

Gleichzeitig zeigt die Studie ein Problem beim Umgang mit den Ergebnissen. Nur acht Prozent der Nutzer geben an, die Antworten von KI-Systemen konsequent zu überprüfen. Fast die Hälfte kontrolliert die Ergebnisse nur selten und geht meist von deren Richtigkeit aus. Die Einstellung gegenüber KI fällt insgesamt gemischt aus. Positive Auswirkungen erwarten viele Menschen in Wissenschaft, Wirtschaft, Gesundheitswesen und öffentlicher Verwaltung. Deutlich kritischer werden mögliche Folgen für Datenschutz und Privatsphäre bewertet.

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