Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich und Steinmetzmeister aus Wolfsgraben, der seinen Familienbetrieb mit 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in zweiter Generation führt, wurde von den 150 Delegierten mit 88,67 Prozent erneut zum Landesgruppenobmann gewählt.
"Damit verbindet der NÖ Wirtschaftsbund Erfahrung an seiner Spitze mit einem umfassenden Erneuerungsprozess innerhalb der Organisation. Bei der jüngsten Wirtschaftskammerwahl hatte der Wirtschaftsbund 73 Prozent der Mandate erreicht", heißt es in einer Aussendung.
"Ich nehme dieses Vertrauen mit großer Dankbarkeit an, aber vor allem mit einem klaren Auftrag. Unsere Betriebe stehen wirtschaftlich unter enormem Druck, und gleichzeitig müssen auch wir als Interessenvertretung bereit sein, uns weiterzuentwickeln. Wir müssen zuhören, ändern, was nicht mehr funktioniert, und mit aller Kraft vertreten, was unsere Unternehmerinnen und Unternehmer brauchen. Genau diesen Weg möchte ich gemeinsam mit unserem Team und unseren Mitgliedern gehen", so WKNÖ Präsident WBNÖ Landesgruppenobmann Wolfgang Ecker, nach seiner Wiederwahl.
In seiner Rede machte Ecker deutlich, dass er die kommenden Jahre sowohl für eine starke politische Interessenvertretung als auch für eine Weiterentwicklung des Wirtschaftsbundes nutzen will. Mit dem Prozess "WB NÖ neu denken" soll die Organisation selbst weiterentwickelt und insbesondere einer neuen Generation von Unternehmerinnen, Unternehmern und Funktionären frühzeitig Verantwortung übertragen werden.
"Wir wollen keine neue Fassade, sondern auf einem starken Fundament weiterbauen. Erfahrung und neue Ideen sind dabei kein Widerspruch. Wir brauchen beides, wenn wir auch in Zukunft die starke Stimme der niederösterreichischen Wirtschaft sein wollen", so Ecker.
Konkret begleitet ein neu eingesetztes Entwicklungsteam den Prozess: zwölf Mitglieder, Funktionärinnen und Funktionäre des Wirtschaftsbundes unter 45 Jahren, die die Zwischenergebnisse hinterfragen und eigene Vorschläge einbringen sollen. An der Hauptversammlung nahmen unter anderem Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, WKÖ und WBÖ Präsidentin Martha Schultz, Bundesminister für Wirtschaft, Energie und Tourismus Wolfgang Hattmannsdorfer und Staatssekretärin Elisabeth Zehetner teil.
Nationalrat und WBNÖ-Direktor Harald Servus sieht in der Wiederwahl ein Signal für die kommenden Jahre: "Gerade in solchen Zeiten braucht es Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Das wird kein Schönwettersegeln in den nächsten Jahren."
Den Erneuerungsprozess verstehe der Wirtschaftsbund als Einladung an die gesamte Organisation: "Wir brauchen unsere Mitglieder nicht als Publikum eines Veränderungsprozesses. Wir brauchen sie als Teil davon." Servus betonte zugleich den politischen Auftrag des Wirtschaftsbundes. Gerade angesichts der weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen brauche es eine starke und verlässliche Interessenvertretung, die konkrete Verbesserungen für die Betriebe erreicht.
Mit der beschlossenen Senkung der Lohnnebenkosten um einen Prozentpunkt ab 2028 und mit der Aktivpension seien zuletzt zwei langjährige Forderungen des Wirtschaftsbundes umgesetzt worden. Beim Abbau von Bürokratie und bei der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit bleibe hingegen viel zu tun. "Unsere Unternehmerinnen und Unternehmer müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Interessen mit einer starken Stimme vertreten werden – auch und gerade dann, wenn die Zeiten schwieriger werden. Dafür steht der Wirtschaftsbund Niederösterreich. Wir wissen, was unsere Betriebe beschäftigt, wir wissen, was zu tun ist, und wir werden diesen Weg geschlossen weitergehen", so Servus.
Ecker kündigte an, diesen Weg gemeinsam mit der gesamten Wirtschaftsbund-Familie fortzusetzen: "Wir können verändern, was nicht mehr funktioniert, und wir können unsere Wirtschaft wieder stärker machen. Aber das passiert nicht, indem wir warten. Wir sind Unternehmerinnen und Unternehmer. Wir sehen Möglichkeiten und nutzen sie. Packen wir es gemeinsam an – für Niederösterreich, für unsere Betriebe und für die nächste Generation."