In der Causa um den Pensionsvertrag von Pius Strobl hat Alexander Wrabetz erstmals bei den "Breaking Media Sommergesprächen" auf dem TV-Sender PULS 4 ausgepackt. Dabei geht es um eine Zusatzpension in Höhe von 5.000 Euro monatlich, vereinbart 2012 zwischen ORF-Top-Manager Strobl und dem damaligen ORF-Generaldirektor Wrabetz. Der ORF will die Zahlung für nichtig erklären lassen, Strobl sie notfalls einklagen.
Angesprochen darauf, ob ein solcher Vertrag existiere, sagte Wrabetz zu "Breaking Media"-Moderatorin Gundula Geiginger: "Etwas, das in dieser Höhe eine Gültigkeit hat, gibt es meiner Meinung nach nicht." Gleichzeitig betont er: "Ich sage nicht, dass es nicht Regelungen mit dem Herrn Strobl gegeben hat.
Und weiter: "Die Frage ist, ist das eine abschließende Regelung und Vertrag oder war das eine Vereinbarung, eventuell in der Zukunft einen Vertrag abzuschließen? (...) Es ist aus meiner Sicht kein bindender, förmlicher Vertrag gewesen."
Warum es eine entsprechende Vereinbarung überhaupt gegeben habe, erklärte Wrabetz so: "Es ging darum, eine einvernehmliche Lösung von einem Mitarbeiter durchzuführen (...) Er ist aus einem mehrjährigen Vertrag ausgestiegen. Wenn jemand einen mehrjährigen Vertrag hat, dann gibt es verschiedene Möglichkeiten, eine Fortbeschäftigung abzulösen. (...) Es war eine Art Abfertigung."
Neben der aktuellen ORF-Debatte sprach Wrabetz im "Breaking Media Sommergespräch" über die Herausforderungen für Medien im Zeitalter von KI, Desinformation und Sparzwängen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.