Restaurant in Klosterneuburg

„Wüde Goaß“ sucht seit einem Jahr neuen Koch

Die "Einkehr zur wüd'n Goaß" in Klosterneuburg hat viele treue Gäste und einen gemütlichen Gastgarten – aber keinen neuen Koch.
Victoria Carina  Frühwirth
26.05.2026, 07:15
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Die "Einkehr zur wüd'n Goaß" in der Strandbadstraße in Klosterneuburg ist kein Lokal, das auf schnelle Effekte setzt: Hier geht es um Beständigkeit, vertraute Gesichter und um ein Wirtshausgefühl, das man nicht künstlich herstellen kann. Viel Holz, urige Ziegen-Malereien, ein gemütlicher Gastgarten und eine Kundschaft, die dem Haus seit vielen Jahren die Treue hält, prägen den traditionsreichen Betrieb.

Traditionsreiches Lokal

Seit 26 Jahren führt Gerhild Döller das Restaurant. Damals hieß es noch "Gelsenwirt". Aus dem alten Namen wurde aber schnell die "wüde Goaß", aus dem Wirtshaus ein Treffpunkt, an dem sich seit vielen Jahrzehnten dieselben Freundesgruppen zum Pokern verabreden. Ab und zu schauen auch neugierige Radfahrer vorbei, bleiben auf ein Getränk oder eine Mahlzeit.

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"Unser Stammpublikum ist 60 Jahre aufwärts, aber genau die halten uns am Leben", erzählt die Betreiberin im "Heute"-Gespräch. Auch beim Personal setzt sie auf Treue. 16 Leute arbeiten in der "Wüd'n Goaß", zehn davon sind schon seit vielen, vielen Jahren dabei. In der Gastronomie ist das heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Gerhild ist stolz auf diese Beständigkeit. Der Betrieb läuft gut, Montag bis Sonntag ist geöffnet. Nur eine Stelle ist seit Monaten unbesetzt.

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Die Wirtin sucht jetzt nach einem Koch, der die rege Kundschaft mit traditionellen Speisen versorgt. Gesucht wird jemand für 40 Wochenstunden, mit flexiblen Arbeitszeiten und Bezahlung über dem Kollektivvertrag. Ein gelernter Koch muss es nicht zwingend sein, so Gerhild, zwei Jahre Erfahrung sollte der neue Mitarbeiter aber schon mitbringen.

Neuer Koch gesucht

"Wir suchen schon seit einem Jahr nach einem Koch, der unsere treue, vielzählige Kundschaft bekocht. Aber noch immer war nicht der Richtige dabei", sagt die Betreiberin. Gerade in einem Haus, in dem viele Gäste ihre Gewohnheiten haben, muss auch der Mensch in der Küche passen.

Die Suche sei seit Corona schwieriger geworden. "Viele aus der Gastro haben sich umschulen lassen", so die Betreiberin. Trotzdem will sie nicht klagen. Der fehlende Koch habe das Team sogar noch enger zusammengeschweißt. Man hilft einander, rückt näher zusammen und macht als Team weiter.

Die Wirtin bleibt optimistisch. "Wir schaffen das schon", ermuntert sie ihren Kollegen immer wieder. Und ihren Humor hat sie ohnehin nicht verloren, beweist sie "Heute" gegenüber: "Wie heißt es so schön? Wenn es dem Esel zu wohl geht, geht er aufs Eis tanzen."

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