Smart-Band-Test

Xiaomi Smart Band 10 Pro NFC: Mehr Display und Anspruch

Mit GPS, NFC, großem Display und 2.000 Nits wagt Xiaomi den nächsten Schritt. Das Smart Band 10 Pro NFC mutiert vom Tracker zur Smartwatch.
Rene Findenig
31.05.2026, 07:00
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Mit dem Smart Band 10 Pro NFC entfernt sich Xiaomi deutlich von der Idee eines einfachen Fitness-Armbands und geht hin in Richtung Smartwatch. Das Gerät soll nicht mehr nur ein günstiger Begleiter für Schritte und Schlaf sein, sondern ein Produkt, das direkt mit günstigen Smartwatches konkurriert. Xiaomi packt dafür ein deutlich größeres Display, GPS, NFC und einen größeren Akku in das Band, das seit Jahren ein Renner im Sortiment ist. Gleichzeitig bleibt die Grundidee erhalten: schlank, leicht und einfacher als eine klassische Smartwatch. Auch preislich setzt das Unternehmen etwas unter dem neuen Redmi-Watch-Modell an.

Während das bereits vor einigen Monaten erschienene "normale" Smart Band 10 stark an frühere Xiaomi-Fitnessbänder erinnerte, geht die Pro-Version sichtbar in eine andere Richtung. Das Gehäuse wirkt kantiger und breiter. Das Display nimmt fast die gesamte Front ein und erinnert optisch eher an kleine rechteckige Smartwatches denn an die bisher eher länglichen Bänder. Xiaomi setzt auf ein 1,74 Zoll großes AMOLED-Panel. Die Auflösung liegt bei 480 x 336 Pixeln. Dazu kommt eine maximale Helligkeit von 2.000 Nits. Das ist ein großer Sprung nach oben. Gerade bei günstigen Fitness-Trackern war die Ablesbarkeit im Freien lange ein Problem.

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Bei der Pro-Version geht es stärker um Funktionalität

Die 2.000 Nits entsprechen mittlerweile dem Niveau deutlich teurerer Smartwatches. Wenn du beim Laufen auf die Uhr schaust oder unterwegs schnell eine Nachricht lesen willst, ist das nun mit dem neuen Band selbst bei direkter Sonneneinstrahlung möglich. Interessant ist auch die Entwicklung innerhalb der eigenen Produktlinie. Schon das normale Xiaomi Smart Band 10 hatte sich optisch deutlich stärker Richtung Lifestyle-Produkt bewegt. Xiaomi setzte dort auf Schmuck-Optik, verschiedene Armbänder und mehr Fokus auf Design. Die Pro-Version verfolgt nun einen anderen Ansatz. Hier geht es weniger um Mode und stärker um Funktionalität.

Beim Material gibt es aber auch beim neuen Modell jede Menge Auswahl – von Metall- und sogar Keramikvarianten bis hin zu allen möglichen Farben bei den Armbändern, die per Schnellwechsel-System ausgetauscht werden können. Der Preis startet bei 79,99 Euro. Xiaomi versucht damit offenbar, das Band optisch näher an teurere Wearables heranzurücken, ohne beim Preis komplett gleichzuziehen. Genau das kann aber auch ein Problem werden. Denn je näher ein Fitness-Band an eine Smartwatch rückt, desto stärker steigen auch die Erwartungen. Für die Nutzer kann dieser Druck auf das Unternehmen aber auch positiv ausfallen.

Xiaomi verzichtet weiterhin auf physische Tasten

Das zeigt sich besonders beim Thema Bedienung. Xiaomi setzt weiterhin auf HyperOS. Die Oberfläche läuft flüssig und bietet Animationen, die deutlich moderner wirken als noch bei früheren Smart Bands. Gleichzeitig bleibt die grundlegende Bedienung ähnlich: Wischen durch Menüs, Antippen von Widgets, schnelles Wechseln zwischen Fitnessdaten, Einstellungen und Benachrichtigungen. Gleichzeitig verzichtet Xiaomi auch beim Smart Band 10 Pro auf physische Tasten – gesteuert wird das Smart Band ausschließlich über den Touchscreen. Das ist gewöhnungsbedürftig, klappt aber nach einiger Zeit überraschend gut.

Apps von Drittanbietern spielen kaum eine Rolle, das Smart Band will alles, was Hobbysportler und Gesundheitsinteressierte benötigen, vorinstalliert am Band liefern. Neu ist NFC, das nun auch beim Smart Band mobiles Bezahlen möglich macht. Noch wichtiger dürfte für viele Nutzer aber GPS sein. Xiaomi integriert endlich ein eigenes Satellitenmodul direkt ins Gerät. Damit kannst du Lauf- oder Fahrradstrecken aufzeichnen, ohne das Smartphone zwingend immer mitzunehmen. Beim normalen Smart Band griffen viele Funktionen bisher stark aufs Handy zurück, die Pro-Version wird hier deutlich unabhängiger. Die Aufzeichnung klappt problemlos.

Funktionen umfassender, als man es von Bändern kennt

Dass Xiaomi GPS integriert, ist auch deshalb wichtig, weil Fitnessfunktionen mittlerweile zu den wichtigsten Kaufargumenten solcher Geräte gehören. Das Smart Band 10 Pro NFC unterstützt zudem zahlreiche Sportmodi und Gesundheitsdaten, die man von günstigen Smartwatches kennt. Dazu gehören unter anderem Herzfrequenzmessung, Schlaftracking und die Überwachung des Blutsauerstoffs. Xiaomi bleibt damit bei den Funktionen, die inzwischen fast jede moderne Smartwatch bietet, lässt aber natürlich Premium-Messungen wie EKG oder Blutdruck aus. Dennoch sind die Funktionen umfassender, als man es von Bändern kennt.

Gerade günstige Wearables liefern oft sehr viele Daten, doch nicht alle Werte sind wirklich präzise. Das betrifft besonders Schlafanalysen. Viele Geräte erkennen zwar zuverlässig, wann du ungefähr schläfst, bei Schlafphasen oder kurzen Wachmomenten wird es aber oft ungenau. Ähnlich sieht es bei der Herzfrequenz aus. Für Alltag und Fitness reicht die Genauigkeit meistens aus, medizinische Geräte ersetzen solche Tracker aber weiterhin nicht. Beim Smart Band 10 Pro gilt: Die Daten sind nicht ganz so exakt wie bei weit teureren Smartwatches, reichen aber für einen guten Überblick locker aus. So werden etwa Schlafphasen gut erkannt.

Die Daten des Xiaomi Smart Band 10 Pro NFC können detailliert in der "Mi Fitness"-App eingesehen werden.
Rene Findenig

Xiaomi schafft Spagat zwischen Funktionen und Laufzeit

In Sachen Laufzeit setzt das neue Xiaomi Smart Band 10 Pro NFC auf einen Akku mit 350 Milliamperestunden (mAh). Das ist deutlich mehr als bei klassischen Fitness-Bändern. Xiaomi spricht von einer Laufzeit von bis zu 21 Tagen – unter optimalen Bedingungen, also mit eingeschränkten Funktionen, reduzierter Displayhelligkeit und ohne intensives GPS-Tracking. Trotzdem zeigt die Zahl, wohin Xiaomi will. Lange Akkulaufzeiten gehören seit Jahren zu den größten Vorteilen von Fitness-Bändern gegenüber Smartwatches. Xiaomi schafft hier den Spagat und liefert mindestens eine Woche Laufzeit bei gleichzeitig vielen Funktionen.

Geladen wird mit einer magnetischen Pin-Lösung auf der Kunststoffrückseite. Bei der App-Anbindung setzt Xiaomi weiterhin auf die eigene Fitness-Plattform. In der "Mi Fitness"-App laufen Trainingsdaten, Schlafwerte und Gesundheitsinformationen zusammen. Für viele Nutzer reicht das völlig aus. Wer allerdings umfangreiche Fitness-Auswertungen oder tiefere Analysen erwartet, stößt bei solch günstigen Wearables oft an Grenzen. Profi-Sportuhren bleiben in diesem Bereich klar überlegen. Die Pro-Version dürfte deshalb vor allem jene Nutzer ansprechen, die einen groben Überblick wollen, aber keine seitenlangen Analysen.

Das Xiaomi Smart Band 10 Pro unterstützt unter anderem Herzfrequenzmessung, Schlaftracking und Blutsauerstoffmessung.
Rene Findenig

Kleine Verbesserungen im Vergleich zum Smart Band 9 Pro

Im Vergleich zum direkten Vorgänger, dem Xiaomi Smart Band 9 Pro, entwickelt Xiaomi das neue Smart Band 10 Pro NFC eher vorsichtig weiter, statt alles neu zu machen. Beide Modelle setzen auf das große AMOLED-Display im Smartwatch-Stil, doch der Nachfolger wird mit bis zu 2.000 Nits deutlich heller und minimal größer. Optisch bleibt Xiaomi der Pro-Linie treu. Das Smart Band 10 Pro NFC sieht dem Vorgänger ähnlich, wurde etwas leichter und dünner. Beim Akku bleibt Xiaomi bei 350 mAh und bis zu 21 Tagen Laufzeit. Auch GPS, Schlaftracking, Herzfrequenz- und Blutsauerstoffmessung übernimmt Xiaomi weitgehend vom Vorgänger.

Neu hinzu kommt unter anderem HRV-Schlaftracking zur genaueren Analyse der Erholung. Größer fällt der Unterschied bei NFC aus: Das konnte der Vorgänger zwar auch, aber während das Smart Band 9 Pro je nach Region Einschränkungen hatte, rückt Xiaomi die Bezahlfunktion beim neuen Modell stärker in den Fokus. Insgesamt wirkt das Smart Band 10 Pro NFC wie eine verbesserte Version des Vorgängers statt wie ein kompletter Neustart. Xiaomi arbeitet vor allem an Helligkeit, Komfort und Feinschliff. Wer sich aber genau an den Schwächen des Vorgängers gestört hat, könnte die neue Generation deutlich interessanter finden.

Xiaomi Smart Band 10 Pro NFC: Mehr Display und Anspruch

Dauerhafte Herzfrequenzmessung, hohe Displayhelligkeit und regelmäßiges GPS-Tracking können die Laufzeit deutlich reduzieren. Trotzdem ist das Smart Band 10 Pro NFC in Sachen Laufzeit vielen klassischen Smartwatches überlegen. Gerade das könnte für viele Käufer das stärkste Argument sein. Smartwatches bieten mehr Funktionen, verlangen dafür aber häufiges Laden. Xiaomi verfolgt einen anderen Ansatz. Die Geräte sollen unkompliziert funktionieren und nicht ständig Aufmerksamkeit verlangen. Dass das Smart Band 10 Pro NFC tatsächlich über viele Tage zuverlässig durchhält, könnte für viele Nutzer wichtiger sein als zusätzliche Apps.

Xiaomi verändert mit der Pro-Version seine Smart-Band-Reihe. Das Gerät will nicht mehr nur ein günstiger Schrittzähler sein. Es soll größer, moderner und vielseitiger wirken und jene Nutzer ansprechen, die bisher lieber zu Smartwatches griffen. Gleichzeitig versucht Xiaomi, die bekannten Stärken wie lange Akkulaufzeit und einfache Bedienung beizubehalten. Größeres AMOLED-Display mit 2.000 Nits, GPS, NFC und bis zu 21 Tage Akkulaufzeit zeigen klar, wohin Xiaomi die Reihe entwickeln will. Das Smart Band 10 Pro NFC wirkt dadurch weniger wie ein klassischer Fitness-Tracker und mehr wie eine abgespeckte Smartwatch am Handgelenk.

{title && {title} } rfi, {title && {title} } 31.05.2026, 07:00
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