Gadget-Test

Xiaomi Tag im Test: Großer Auftritt für kleinen Tracker

Der neue Xiaomi Tag soll helfen, verlorene Gegenstände schnell wiederzufinden. Wir haben den smarten Mini-Tracker ausführlich getestet.
Rene Findenig
25.03.2026, 15:18
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Zu den Platzhirschen unter den Bluetooth-Trackern – Apple AirTag, Samsung Galaxy SmartTag und Tile Pro – gesellt sich ab sofort der neue Xiaomi Tag hinzu. Wer schon einmal auf einer Reise einen Koffer, im Zug einen Rucksack, im Bus eine Brieftasche oder sonst irgendwo etwas verloren hat, an oder in dem sich ein Tracker an- oder unterbringen ließe, der sollte jetzt ganz genau mitlesen. Xiaomis neuer Tracker kommt einzeln zum Preis von 15 Euro oder um 50 Euro im Viererpack – und er könnte die größte Schwachstelle aller bisherigen Lösungen beseitigen.

Während manche Tracker wie Apples AirTags oder Samsungs Galaxy SmartTags nur exklusiv auf Geräten des jeweiligen Herstellers genutzt werden können, punktet der Xiaomi Tag gleich doppelt: Er ist komplett herstellerunabhängig und wird außerdem nicht über eine Xiaomi-App, sondern über Googles Android-Dienst "Mein Gerät finden" oder Apples "Wo ist?"-Funktion gekoppelt. Entsprechend funktioniert der Xiaomi Tag mit so gut wie jedem Smartphone und Tablet – ab Android-Version 9 oder iOS-Version 14.5 und iPadOS-Version 14.5.

Austauschbare Knopfzellen-Batterie statt Akku

Im Hinblick auf die Funktion gibt es natürlich keinerlei Unterschied zu anderen Trackern – er soll helfen, verlorene Gegenstände schnell wiederzufinden. Der Tag selbst wiegt nur rund zehn Gramm und ist etwas größer als eine 2-Euro-Münze. Durch einen Metallrahmen, der an einer Seite einen kleinen Freiraum zwischen Rahmen und Tracker-Gehäuse bietet, kann er an Schlüsseln, Taschen, Koffern oder sogar an Hundehalsbändern befestigt werden. Im Alltag fällt er kaum auf, am Schlüsselbund etwa sieht er wie ein dezenter Anhänger aus.

Xiaomi verspricht eine Batterielaufzeit von mehr als zwölf Monaten – das bedeutet, dass der kleine Helfer langfristig einsatzbereit bleibt, ohne dass man sich um ständiges Wechseln kümmern muss. Ein Aufladen ist übrigens nicht möglich, statt auf einen Akku setzt der Xiaomi Tag auf eine austauschbare Knopfzellen-Batterie. Diese lässt sich simpel entfernen und ersetzen, indem man das Gehäuse an der Oberseite öffnet. Ebenso simpel rastet das Gehäuse nach dem Wechsel der Batterie wieder ein, ein Werkzeug braucht man dazu nicht.

Einfache Einrichtung, simple Gegenstandssuche

Die Einrichtung ist einfach. Wird der Sicherheitsstreifen zwischen Kontakt und Batterie beim ersten Auspacken entfernt, aktiviert sich der Tracker automatisch – und bei den meisten Smartphones erscheint ein Pop-up-Fenster, über das die Einrichtung in wenigen Sekunden erledigt ist. Klappt das nicht, kann der Tracker einfach über die Smartphone-Einstellungen unter "Geräte" für die jeweilige Gerätesuche gekoppelt werden. Anschließend ist der Gegenstand, an dem der Tracker angebracht wird, jederzeit über das Smartphone auffindbar.

Wie bereits erwähnt funktioniert der Xiaomi Tag sowohl mit Apples "Wo ist?" als auch mit Google Find Hub. Nutzer von iOS oder Android können verlorene Gegenstände orten, wobei die Standortinformationen verschlüsselt übertragen werden. Das gibt Sicherheit, wenn man Gegenstände in öffentlichen Bereichen verliert. Für den Ernstfall gibt es den "Verloren"-Modus. Nutzer hinterlegen Kontaktdaten, damit Finder sofort wissen, an wen sie den Gegenstand zurückgeben oder wen sie beim Finden des Gegenstands kontaktieren können.

Ortung in der Stadt perfekt, am Land eine Orientierung

Auf Android-Geräten erscheint eine entsprechende Nachricht, bei Apple reicht ein einfaches Antippen des Tags mit einem NFC-fähigen Gerät, um die Informationen zu sehen. Wer möchte, kann den Tracker auch mit Familienmitgliedern oder Freunden teilen, sodass mehrere Personen gleichzeitig nach einem verlorenen Gegenstand suchen können. Im Alltag überzeugt der Xiaomi Tag aber nicht nur durch die simple Nutzung, sondern auch durch seine Robustheit. Mit Schutzklasse IP67 hält er Staub und Spritzwasser stand – ein Regenschauer ist kein Problem.

Außerdem warnt die App, wenn ein registrierter Gegenstand einen vordefinierten Bereich verlässt. So können Nutzer verhindern, dass Schlüssel oder Tasche unbeaufsichtigt irgendwo liegen bleiben – oder gerade entwendet werden. Die Ortung erfolgt über Bluetooth und wird durch das Netzwerk kompatibler Geräte unterstützt. In städtischen Gebieten funktioniert die Positionsbestimmung sehr zuverlässig, in ländlichen Regionen kann es vereinzelt zu kleinen Verzögerungen kommen. Doch selbst dann liefert der Xiaomi Tag eine Orientierung.

Xiaomi Tag im Test: Großer Auftritt für kleinen Tracker

Ein weiterer Pluspunkt ist die Alltagstauglichkeit. Nutzer müssen keine komplizierten Einstellungen vornehmen oder technische Details verstehen. Sobald der Tag registriert ist, arbeitet er still im Hintergrund. Wer viel unterwegs ist, oft pendelt oder gerne reist, findet hier einen zuverlässigen Begleiter, der Stress bei verlegten Gegenständen reduziert. Natürlich hat der Xiaomi Tag auch Grenzen. Die Genauigkeit hängt stark von der Dichte kompatibler Geräte in der Umgebung ab, ohne eine gewisse Anzahl kann die Positionsbestimmung ungenauer sein.

Außerdem ist der Tag für Personen gedacht, die nur gelegentlich etwas verlieren oder liegen lassen – ein kompletter Ersatz für teure Sicherheitslösungen ist er nicht. Dennoch punktet der Tracker im Alltag. Er ist klein, unauffällig, robust und einfach zu bedienen. Er gibt Sicherheit und spart Zeit, die man sonst mit Suchen verbringen würde. Xiaomi hat mit dem Tag einen Tracker entwickelt, der genau das tut, was er soll: Gegenstände zuverlässig auffinden, ohne dass der Nutzer viel Aufwand betreiben muss. Und das zu einem attraktiven Preis.

{title && {title} } rfi, {title && {title} } 25.03.2026, 15:18
Jetzt E-Paper lesen