Tablet-Test

Redmi Pad 2 9.7 – Xiaomi schrumpft sein Hit-Tablet

Großes Display, Metallgehäuse und 120 Hertz für unter 200 Euro: Xiaomi schrumpft das Redmo Pad 2 und bringt eine neue 9.7-Version.
Rene Findenig
31.05.2026, 07:00
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Mit dem Redmi Pad 2 9.7 bringt Xiaomi ein Tablet auf den Markt, das vor allem über den Preis Aufmerksamkeit erzeugt. 179,90 Euro für ein Gerät mit Metallgehäuse, 2K-Display und 120-Hertz-Bildschirm wirken auf den ersten Blick fast schon ungewöhnlich niedrig. Gleichzeitig macht schon das Datenblatt klar, dass Redmi an manchen Stellen einfacher bleibt. Die Frage ist deshalb nicht, ob das Tablet mit deutlich teureren Geräten mithalten kann. Interessanter ist vielmehr, wie viel Alltagstauglichkeit man für diesen Preis tatsächlich bekommt. Das Redmi Pad 2 9.7 misst exakt 226,51 x 147,97 x 7,4 Millimeter und wiegt 406 Gramm. Damit bleibt es leicht genug, um längere Zeit in der Hand gehalten zu werden, ohne unangenehm zu wirken.

Gerade beim Lesen oder beim Schauen von Videos auf der Couch spielt das Gewicht eine wichtige Rolle. Das Tablet zieht die Arme nicht sofort nach unten, wirkt aber gleichzeitig nicht billig. Die Rückseite besteht aus Metall, wobei Xiaomi ausdrücklich darauf hinweist, dass sich die Bezeichnung "Metal Unibody" nur auf die Rückseite bezieht und nicht auf Tasten, Kamerabereich oder andere Komponenten. Trotzdem vermittelt das Gerät einen stabileren Eindruck als viele Konkurrenten in dieser Preisklasse. Es knarzt nicht, biegt sich nicht auffällig und fühlt sich insgesamt solide an. Gerade günstige Tablets wirken oft schnell plastiklastig oder dünnwandig. Das Redmi Pad 2 9.7 vermeidet genau diesen Eindruck überraschend gut.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Ausreichend scharfe Auflösung, 120-Hz-Bildwiederholrate

Erhältlich ist das Tablet in Grau und Silber. Beide Farben fallen eher zurückhaltend aus. Redmi versucht nicht mit auffälligen Farbakzenten Aufmerksamkeit zu erzeugen. Das passt zum gesamten Auftritt des Geräts. Das Tablet will sachlich und modern wirken, nicht verspielt. Im Mittelpunkt steht das 9,7 Zoll große Display. Redmi spricht von einem "crystal-clear display", entscheidender sind aber die konkreten Daten. Die Auflösung liegt bei 2.048 x 1.280 Pixeln im 16:10-Format. Damit wirkt das Bild scharf genug für Serien, YouTube-Videos, Nachrichten-Apps oder Webseiten. Einzelne Pixel fallen im normalen Nutzungsabstand kaum auf. Gerade Texte sehen ausreichend klar aus, was bei günstigen Tablets keineswegs selbstverständlich ist.

Interessant wird es bei der Bildwiederholrate. Das Redmi Pad 2 9.7 unterstützt bis zu 120 Hertz. In dieser Preisklasse ist das noch immer keine Selbstverständlichkeit. Vor allem beim Scrollen durch Webseiten oder soziale Netzwerke wirkt die Bedienung flüssiger als bei klassischen 60-Hertz-Displays. Bewegungen erscheinen ruhiger und direkter. Das Tablet reagiert schneller, obwohl die Prozessorleistung nicht mit Oberklassegeräten vergleichbar ist. Mit bis zu 500 Nits typischer Helligkeit und 600 Nits im Outdoor-Modus bleibt das Display auch im Freien brauchbar. Direkte Sommersonne ist zwar weiterhin schwierig, aber auf einem Balkon oder unterwegs lässt sich der Bildschirm noch erkennen, wenn es ziemlich hell ist.

Der Speicher ist in allen Fällen eher knapp bemessen

Redmi setzt außerdem auf mehrere TÜV-Rheinland-Zertifizierungen. Genannt werden Low Blue Light, Flicker Free und Circadian Friendly. Hinter diesen Begriffen steckt die Idee, die Augenbelastung bei längerer Nutzung zu reduzieren. Gerade bei Tablets, die oft stundenlang für Streaming oder Lesen genutzt werden, ist das kein unwichtiger Punkt. Einen dramatischen Unterschied merkt man im Alltag zwar nicht sofort, angenehmer wirkt die Darstellung bei längerer Nutzung aber durchaus. Im Inneren des Pad 2 arbeitet der Snapdragon 6s 4G Gen 2. Der Prozessor wird im 6-Nanometer-Verfahren gefertigt und nutzt eine Octa-Core-Architektur. Die maximale Taktfrequenz liegt bei 2,9 GHz. Unterstützt wird er von einer Adreno-610-GPU.

Beim Arbeitsspeicher stehen Varianten mit 4 Gigabyte RAM und 64 beziehungsweise 128 Gigabyte Speicher zur Verfügung. Zum Einsatz kommen LPDDR4X-RAM und UFS-2.2-Speicher. Die reine Leistung bewegt sich im unteren bis mittleren Bereich. Im Alltag reicht das für typische Anwendungen problemlos aus. Streaming, Webbrowser, Mails, Office-Arbeiten oder Videotelefonie bringen das Tablet nicht ernsthaft an seine Grenzen. Sobald mehrere Apps gleichzeitig geöffnet sind oder aufwendigere Spiele ins Spiel kommen, merkt man allerdings die Grenzen der Hardware. Vier Gigabyte RAM wirken 2026 nicht mehr besonders großzügig. Gerade wenn größere Apps im Hintergrund laufen, kommt das System schneller ins Stocken.

Redmi Pad 2 9.7 ist kein Gerät für Foto-Enthusiasten

Dazu kommt, dass Xiaomi HyperOS 3 optisch modern wirkt, aber nicht immer völlig ruckelfrei läuft. Die Animationen sehen zwar hübsch aus, gelegentlich reagiert das System aber minimal verzögert. Das fällt besonders dann auf, wenn man zuvor deutlich teurere Tablets genutzt hat. Für die Zielgruppe des Redmi Pad 2 9.7 dürfte das allerdings verschmerzbar sein. Wer hauptsächlich streamt, surft oder einfache Apps nutzt, wird damit leben können. Beim Akku setzt das Redmi Pad 2 9.7 dagegen einen Schwerpunkt. Verbaut ist eine 7.600-mAh-Batterie. Wer hauptsächlich Videos schaut, im Internet surft und zwischendurch Nachrichten liest, kommt realistisch durch einen langen Tag ohne Steckdose, möglicherweise auch noch länger.

Geladen wird über USB-C mit 18 Watt. Das ist kein Wert, der für Rekorde sorgt. Wer das Tablet komplett leer laufen lässt, muss Geduld mitbringen, bis es wieder voll ist. Gleichzeitig passt diese Ladeleistung zum Gesamtbild des Geräts. Auch beim Thema Kamera zeigt sich, dass das Redmi Pad 2 9.7 kein Gerät für Foto-Enthusiasten ist. Auf der Rückseite sitzt eine 8-Megapixel-Kamera mit f/2.0-Blende, vorne eine 5-Megapixel-Kamera mit f/2.2. Beide Kameras filmen in maximal 1080p mit 30 Bildern pro Sekunde. Mehr ist hier nicht vorgesehen. Die Bildqualität reicht für Videotelefonie, etwa über Messenger oder Videokonferenzen, aus. Für Schnappschüsse unterwegs oder gar kreative Fotografie spielt die Kamera jedoch keine Rolle.

Streaming, Webbrowser, Mails, Office-Arbeiten oder Videotelefonie bringen das Tablet nicht ernsthaft an seine Grenzen.
Rene Findenig

Stereo-Lautsprecher mit Hi-Res-Zertifizierung verbaut

Deutlich wichtiger ist beim Redmi Pad 2 9.7 der Klang. Das Gerät setzt auf Stereo-Lautsprecher mit Hi-Res-Zertifizierung. Dazu kommt ein 3,5-mm-Klinkenanschluss, der in der heutigen Tablet-Landschaft längst nicht mehr selbstverständlich ist. Gerade Nutzer, die noch klassische Kopfhörer verwenden, bekommen hier eine einfache und direkte Lösung ohne Adapter. Der Klang selbst wirkt solide und auf den Alltag ausgelegt. Für Filme und Serien reicht die Lautstärke gut aus, auch wenn Tiefbass und Detailtiefe naturgemäß begrenzt bleiben. Im Softwarebereich kommt Xiaomi HyperOS 3 zum Einsatz. Die Oberfläche wirkt modernisiert, mit neuen Sperrbildschirmen und anpassbaren Hintergründen sowie Xiaomi-Interkonnektivität.

Gemeint ist damit die Verbindung mit einem Xiaomi-Smartphone. Funktionen wie Anruf-Synchronisation oder eine gemeinsame Zwischenablage sollen den Wechsel zwischen Smartphone und Tablet erleichtern. In der Praxis hängt die Nutzung allerdings stark davon ab, ob man tatsächlich im Xiaomi-Ökosystem unterwegs ist. Ohne kompatibles Smartphone bleiben diese Vorteile weitgehend ungenutzt. Ebenfalls integriert ist "Circle to Search" von Google. Damit lässt sich ein Bild oder ein Bereich per Einkreisen am Bildschirm markieren, um direkt eine Suche nach dem Abgebildeten zu starten. Das ist eine Funktion, die im Alltag praktisch sein kann, etwa beim schnellen Nachschlagen von Produkten oder Begriffen.

Gerade wer ein Tablet für unterwegs oder für kurze Nutzungseinheiten sucht, dürfte hier eher angesprochen werden.
Rene Findenig

Das größere Modell macht dem 9.7 preislich Konkurrenz

Beim Speicher zeigt sich Redmi flexibel, aber nicht großzügig. Es gibt zwei Varianten: 4 Gigabyte RAM mit 64 Gigabyte Speicher um 179,90 Euro oder 4 Gigabyte RAM mit 128 Gigabyte Speicher um 209,90 Euro. Zusätzlich wird die Erweiterung per Speicherkarte unterstützt. Gerade wer viele Videos offline speichert oder größere Dateien nutzt, wird diese Option zu schätzen wissen. Zum Schutz bietet Xiaomi übrigens das separate Redmi Pad 2 Cover 9.7 um 29,90 Euro an, das nicht nur als Hülle, sondern auch als Standfuß agieren kann. Ein brisanter Punkt beim Preis: Das größere Modell des Redmi Pad 2 (11 Zoll) bietet in so gut wie allen Bereichen etwas mehr, startet aber mittlerweile bei 129,90 statt 199,90 Euro.

Eine Stufe darüber gibt es das noch besser ausgestattete Redmi Pad 2 Pro, das ab 229,90 Euro zu haben ist. Vergleicht man das Redmi Pad 2 9.7 mit dem regulären Redmi Pad 2 und dem Redmi Pad 2 Pro, wird die Einordnung klarer. Das 9,7-Zoll-Modell positioniert sich als kompaktere und günstigere Variante innerhalb der Reihe. Das klassische Redmi Pad 2 setzt stärker auf ein größeres Gesamtpaket, während das Pro-Modell klar in Richtung höherer Leistung und besserer Ausstattung geht. Vor allem bei Displaygröße, Leistung und Ausstattung wird deutlich, dass das 9,7-Zoll-Modell als Einstiegsgerät gedacht ist, das möglichst viele Basisfunktionen abdecken soll, ohne in Premiumbereiche vorzudringen.

Redmi Pad 2 9.7 – Xiaomi schrumpft sein Hit-Tablet

Im Vergleich zum normalen Redmi Pad 2 zeigt sich vor allem bei Leistung und Gesamtkomfort eine Abstufung. Das größere Modell bietet in der Regel mehr Reserven für Multitasking und anspruchsvollere Anwendungen. Das Redmi Pad 2 9.7 bleibt dagegen stärker auf einfache Nutzungsszenarien fokussiert. Dafür punktet es mit kompakteren Maßen, die es leichter transportierbar machen. Gerade wer ein Tablet für unterwegs oder für kurze Nutzungseinheiten sucht, dürfte hier eher angesprochen werden. Preislich ergibt sich durch das mittlerweile deutlich günstigere Redmi Pad 2 jedoch eine Zwickmühle für das neue Modell. Das Redmi Pad 2 Pro setzt dagegen leistungsmäßig und auch preislich eine Stufe höher an.

Dort geht es stärker um Performance, bessere Displays und insgesamt mehr Leistungsreserven. Im direkten Vergleich wirkt das 9,7-Zoll-Modell eher wie die reduzierte Einstiegsvariante innerhalb der Familie. Am Ende bleibt das Redmi Pad 2 9.7 ein Tablet, das sehr genau weiß, was es sein will. Es versucht nicht, in jeder Disziplin zu glänzen. Stattdessen konzentriert es sich auf einen günstigen Einstieg in die Tablet-Welt mit ordentlichem Display, solider Leistung und großem Akku, auch wenn die Preisgestaltung es schwierig macht. Für einfache Anwendungen, Streaming und Alltag reicht das Konzept aus. Wer mehr Leistung, bessere Kameras oder längere Zukunftsreserven erwartet, wird dagegen beim Pro eher fündig.

{title && {title} } rfi, {title && {title} } 31.05.2026, 07:00
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