Neues Album des Elektro-Duos

Yello: Nach 50 Jahren öffnen sie ihr "Time Lab"

Fast 50 Jahre nach ihrer Gründung legen Yello ein neues Album vor. "Time Lab" greift tief in das Klangarchiv des Schweizer Duos.
03.11.2026, 18:33
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Seit fast fünf Jahrzehnten prägen Yello die elektronische Musik. Soeben haben Boris Blank und Dieter Meier ihr mittlerweile 15. Studioalbum "Time Lab" veröffentlicht.

Darauf treffen alte Aufnahmen auf neue Ideen.

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Der Albumtitel ist dabei bewusst gewählt. Blank durchsuchte für die Produktion sein umfangreiches Archiv.

Dort haben sich über die Jahrzehnte Samples, Melodien, Riffs und weitere musikalische Fragmente angesammelt. Einige davon bildeten nun die Grundlage für neue Songs.

"Man kann sich nicht jeden Tag neu erfinden. Man holt immer wieder Sachen aus der Vergangenheit hervor, die einen Stück für Stück weiterbringen", erklärt Blank über seine Arbeitsweise.

Tiefer Griff ins Archiv

Wie weit Yello dabei zurückblicken, zeigt die Single "Around the Sun". Der Song beruht auf einer alten Gesangsaufnahme von Meier, die ursprünglich für das 1981 erschienene Album "Claro Que Si" vorgesehen war, damals aber nicht verwendet wurde. Blank nahm das alte Material erneut auf und verband es mit aktuellen Klängen.

Auch "Break Out" greift Stilmittel aus den frühen Jahren des Duos auf. Das Stück verbindet ein markantes Bassmotiv, Bläsersounds und Meiers tiefe Stimme.

Bei "You And Me" und "Beautiful You" ist die Schweizer Sängerin Heidi Happy zu hören. Den Song "Dancing Flame" nahm das Duo mit Sängerin Malia auf.

Weltweite Erfolge in den 80ern

Yello wurden vor allem in den 1980er-Jahren international bekannt. "Oh Yeah" schaffte durch Filme wie "Ferris macht blau" den Sprung in die Popkultur. Mit "The Race", "Vicious Games" und "The Rhythm Divine" (gemeinsam mit der britischen Bond-Sängerlegende Shirley Bassey) folgten weitere bekannte Titel.

Ihre Musik passte damals auch hervorragend zum Stil der Kult-Fernsehserie "Miami Vice". Mehrere Songs des Schweizer Duos wurden in einzelnen Folgen eingesetzt und verstärkten die Verbindung von Yello mit der neonfarbenen Popwelt der Achtziger.

Trotz des Rückblicks versteht sich "Time Lab" nicht als reines Nostalgieprojekt. Blank und Meier verwenden Material aus ihrer eigenen Geschichte, setzen es aber neu zusammen.

dob, 03.11.2026, 18:33
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