Kurze Wege, ein vielfältiges Angebot von medizinischen bis zu therapeutischen Behandlungen und längere Öffnungszeiten, teilweise sogar am Samstag – das sind die großen Vorteile, die Patienten in den Bezirken durch die neuen Primärversorgungszentren (PVZ) bekommen sollen.
"Es ist auch so vorgeschrieben, dass das Thema Gesundheitsförderung in diesen Zentren eine Rolle spielt und darüber hinaus vor allem für chronisch kranke Personen auch eine Versorgung besteht", betont Gesundheitslandesrätin Beate Prettner bei einer Pressekonferenz am Mittwoch (21. Jänner).
Wie der ORF berichtet, werden in diesen Gesundheitszentren auch Sozialarbeiter arbeiten. Prettner erklärte dazu: "Das heißt, man arbeitet auch über den Gesundheitsbereich hinaus, versucht auch Dienstleistungen für die Betroffenen von diesem Standort aus zu organisieren und für die Betroffenen die Umstände auch zu erleichtern."
Die Abrechnung der Leistungen wird künftig über die E-Card möglich sein. Für das Personal soll es durch geregelte Dienst- und Urlaubspläne leichter werden, Arbeit und Privatleben unter einen Hut zu bringen. Die Gespräche mit Interessenten laufen schon, so Prettner. Auch Studierende der Medizinischen Universitäten könnten künftig in den PVZ arbeiten.
Jedes Jahr sollen zwei neue Standorte dazukommen. Bis 2030 sind in Kärnten insgesamt zehn PVZ geplant, so Prettner. Teilweise werden bestehende Gebäude umgebaut, aber auch Neubauten stehen nach einer Bedarfserhebung im Raum. Das Land hat einen Antrag auf 18 Millionen Euro EU-Förderung gestellt.
Der Antrag für ein Primärversorgungszentrum in Feldkirchen ist schon eingebracht worden, in St. Veit wird noch heuer das nächste ausgeschrieben. Die Diakonie de La Tour eröffnet im Spätherbst in Bleiburg in einem ehemaligen Geschäft ein Primärversorgungszentrum. Auch in Spittal an der Drau ist so ein Zentrum geplant.