Pension reicht kaum

Zu teuer! Wienerin geht nur ein Mal im Monat einkaufen

Für Pensionistin Elfriede G. ist die Lebensmittelausgabe der Caritas die letzte Rettung. Ohne diese Hilfe würde sie kaum durch den Monat kommen.
14.10.2026, 08:23
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Einkaufen wird zur Qual – die Teuerungen belasten Pensionistin Elfriede G. täglich. Shoppen im Supermarkt wird für sie zum Luxus. Die größte Hilfe für die Wienerin: die Gratis-Lebensmittelausgabe der Caritas (LE+O). Die Hilfsmaßnahme kombiniert die Ausgabe von Lebensmitteln an armutsbetroffene Menschen mit einem individuellen, kostenlosen Beratungsangebot. Ohne diese Möglichkeit könnte sich die 71-Jährige nicht einmal das Heizen leisten.

Supermarkt wird Seltenheit

Die ehemalige Floristin dreht jeden Cent ihrer Pension zweimal um – schon der Besuch im Supermarkt schockiert die Wienerin jedes Mal aufs Neue. Mittlerweile geht sie nur noch ein Mal pro Monat einkaufen. "Für Sachen, die ich von der Caritas nicht bekomme", erklärt sie. "Kaffee oder gewisse Kosmetika sind ja schon ein Luxus", findet die Pensionistin – für diese muss sie also doch ab und zu in den Supermarkt und einiges an Geld ausgeben.

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Frisches Obst oder Gemüse holt sie sich einmal in der Woche in der Haschkagasse 5. Dort befindet sich eine der 17 Ausgabestellen für frische Lebensmittel. Jedes Mal holt sie ihre Enkeltochter aus dem 14. Bezirk ab, fährt sie bis nach Wien-Meidling, damit sie sich die kostenlosen Produkte von der LE+O Lebensmittelausgabe holen kann.

Kostenexplosion für Pensionistin

"Könnte ich mir keine Gratis-Produkte holen, müsste ich in einer kalten Wohnung sitzen", erklärt Elfriede im Gespräch mit "Heute". Energiekosten und Lebensmittelpreise sprengen das Budget der 71-Jährigen.

Um ganze 30 Prozent sind Elfriedes Heizkosten laut ihren Angaben gestiegen. Alle zwei Monate zahlt sie 250 Euro nur für Gas, für den Strom kommen rund 160 Euro dazu. Bei einer Pension von 1.300 Euro bleibt dann abzüglich der Miete nicht mehr viel übrig. "Ich habe eine Pflegestufe und komme so insgesamt circa auf 1.600 Euro", rechnet sie vor. Wenigstens dadurch bleiben der 71-Jährigen ein paar Euro extra jeden Monat.

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Zum Sparen oder für einen kleinen Urlaub reicht das jedoch nicht. Trotzdem ist Elfriede froh, dass sie über die Runden kommt, dankt den Freiwilligen Helfern der Caritas, die das möglich machen. "Ich schätze diese Leute und ihren Idealismus sehr. Danke", freut sie sich über die Unterstützung, die die bekommt.

JS, 14.10.2026, 08:23