Immer mehr Ärzte weg: Im LKH Villach musste bereits eine Ambulanz schließen – für Patienten wird die Versorgung schwieriger.
Konkret betroffen ist die Leberambulanz der Internen Abteilung. Hausärzte wurden bereits informiert, dass Patienten vorerst nach Klagenfurt oder zu niedergelassenen Ärzten ausweichen sollen. Für viele bedeutet das längere Wege und Wartezeiten – berichtet die "Kleine Zeitung".
Hintergrund ist ein massiver Aderlass: In den vergangenen zwei Jahren sollen gleich 14 Fachärzte die Abteilung für Innere Medizin verlassen haben. Gleichzeitig ist das Angebot bereits eingeschränkt – etwa bei Magen- und Darmspiegelungen.
Ein niedergelassener Arzt schlägt Alarm: In der Region mit rund 130.000 Einwohnern gebe es nur drei Kassenärzte für solche Untersuchungen. Die Ordinationen seien längst am Limit.
Vonseiten der Kabeg wird die Situation anders bewertet. Man verweist darauf, dass viele Ärzte in den niedergelassenen Bereich wechseln – auch wegen der alternden Bevölkerung. Gleichzeitig würden neue Mediziner nachkommen.
Die Schließung der Ambulanz sei zudem nur vorübergehend und auf den Ausfall einer Mitarbeiterin zurückzuführen. Spezielle Fälle würden weiterhin gemeinsam mit dem Klinikum Klagenfurt betreut. Trotz Beschwichtigung bleibt ein Problem: Für Patienten wird die Versorgung in Kärnten spürbar dünner.