Der 23. Juli steht im Bauernkalender ganz im Zeichen des heiligen Apollinaris. Passend dazu gibt es eine alte Wetterregel, die auch heute noch vielen bekannt ist:
"Klar muss Apollinaris sein, soll sich der Bauer freun."
Die Bedeutung dahinter ist einfach: Zeigt sich der 23. Juli sonnig und trocken, hoffen Landwirte auf ein gutes Erntewetter. Denn Ende Juli beginnt für viele Getreidearten nämlich die wichtigste Erntezeit, und Regen würde die Arbeiten auf den Feldern erschweren sowie die Qualität der Ernte beeinträchtigen.
Ein klarer Himmel am Apollinaris-Tag galt deshalb früher als gutes Omen. Trockenes Wetter versprach günstige Bedingungen für das Einbringen von Weizen, Gerste oder Roggen und damit volle Scheunen für den kommenden Winter.
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Regnet es nur kurz in der Früh (wie in vielen Teilen Österreichs heute) und setzt sich anschließend sonniges, trockenes Wetter durch, würde die Bauernregel trotzdem als erfüllt gelten. Entscheidend ist, dass der Tag letztlich "klar" wird.
Der heilige Apollinaris gilt als erster Bischof von Ravenna in Italien und soll im 2. Jahrhundert gelebt haben. Er wird als Märtyrer verehrt, und sein Gedenktag ist der 23. Juli. Mit der Landwirtschaft hatte er zwar ursprünglich nichts zu tun, doch wie viele Heilige fand auch sein Namenstag Eingang in den Bauernkalender.