Ab dem 23. Juli starten die sogenannten Hundstage. Der Name klingt zwar nach Vierbeinern, tatsächlich steckt dahinter aber ein jahrtausendealter Brauch. Seit der Antike gelten die kommenden vier Wochen als die heißeste Phase des Jahres. Ob das Wetter heuer tatsächlich mitspielt, bleibt zwar abzuwarten – doch die Bauernregeln rund um die Hundstage haben sich bis heute gehalten.
Die Hundstage beginnen traditionell am 23. Juli und dauern bis 23. August. Entgegen ihrem Namen haben sie nichts mit Hunden zu tun, sondern gehen auf den Hundsstern Sirius im Sternbild Großer Hund zurück. In der Antike fiel sein erster morgendlicher Aufgang mit der heißesten Zeit des Jahres zusammen – daher galten die Hundstage als Sinnbild für Gluthitze.
"Hundstage heiß, Winter lange weiß."
"Sind die Hundstage hell und klar, gibt's ein gutes Erntejahr."
Im Prinzip werden die "Hundstage" mit großer Hitze und schwülen Nächten in Verbindung gebracht und sollen auch genügend Hitzegewitter und Trockenheit herbeiführen. In diesem Zeitraum jedoch werden viele Früchte reif, weshalb die Ernte meist gut ausfällt.
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Ob die Hundstage ihrem heißen Ruf heuer gerecht werden, wird sich erst zeigen. Fest steht aber: Mit ihnen beginnt jener Abschnitt des Sommers, in dem Sonnenhut, Trinkflasche und Schattenplatz besonders gefragt sind – bei Menschen ebenso wie bei Tieren. Und vielleicht bewahrheitet sich ja doch die alte Bauernweisheit, dass das Wetter dieser Tage den Rest des Sommers mitbestimmt.