Nach Alexander Zverevs Triumph bei den US Open schießt Bruder Mischa gegen dessen große Konkurrenten. Hintergrund ist die Kritik, der deutsche Tennis-Star habe auf dem Weg zum Grand-Slam-Titel von der Abwesenheit beziehungsweise den Problemen von Jannik Sinner und Carlos Alcaraz profitiert.
"Warum waren die nicht dabei?", fragte Mischa Zverev bei "Sport1" provokant. Seine Antwort lieferte der 39-Jährige gleich selbst: "Weil sie verletzt waren. Warum ist man verletzt? Weil man irgendwo einfach nicht stark genug ist oder weil man übertrieben hat."
Sinner hatte die US Open wegen anhaltender Kniebeschwerden abgesagt. Alcaraz kehrte nach einer viereinhalbmonatigen Pause nach einer Handgelenksverletzung zurück, scheiterte aber im Viertelfinale an Ben Shelton, der später im Endspiel Zverev unterlag.
Für Mischa Zverev ist deshalb klar, dass der Titel seines Bruders keinesfalls kleingeredet werden sollte. "Sascha ist älter als die Spieler, aber er ist dabei, er ist fit", betonte der ehemalige Tennisprofi. Zudem erinnerte er an Zverevs schwere Bänderverletzung bei den French Open 2022 und dessen anschließendes Comeback.
Auch die Kritik am häufigen Balltippen seines Bruders vor dem Aufschlag kann Mischa wenig nachvollziehen. Das sei so, "als wenn man einen Grand Slam gewinnt und jemand sich über die Farbe der Socken beschwert". Nach seinem zweiten Grand-Slam-Triumph könnte für Alexander Zverev nun der Angriff auf die Nummer eins der Welt folgen.