Mehr als drei Jahre nach dem tödlichen Felssturz im Steyrer Stadtteil Christkindl ist das Ermittlungsverfahren nun abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft Steyr brachte nun Strafantrag gegen zwei Beschuldigte ein – ihnen drohen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung bis zu zwei Jahre Haft.
Der tragische Unfall passierte wie berichtet am 8. Februar 2023: Bei Hangsicherungsarbeiten löste sich ein Felsblock. Zwei Arbeiter, die gerade mit Abtragungsarbeiten beschäftigt waren, wurden von den Gesteinsmassen erfasst und tödlich verletzt.
Noch am selben Tag lief ein Großeinsatz. Einsatzkräfte bargen die Leichen der beiden Männer aus dem Gefahrenbereich. Die Erschütterung in der Bevölkerung war groß – auch, weil der Felssturz massive Folgen für die Umgebung hatte.
In den Tagen danach wurde das Ausmaß sichtbar: Mehrere Häuser standen plötzlich im Gefahrenbereich, Bewohner mussten ihre Wohnungen verlassen. Familien verloren ihr Zuhause, weitere Gebäude wurden vorsorglich geräumt.
Nun der Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Einer der Angeklagten soll eine nicht fachgerechte Methode für die Sicherungsarbeiten gewählt haben. Dem zweiten wird angelastet, keine klare Planung der Arbeiten eingefordert zu haben – obwohl dies notwendig gewesen wäre, um vor der konkreten Gefahr zu warnen. Einen Verhandlungstermin gibt es noch nicht.