Explosionen, Schüsse

Zweiter Toter in München – Leiche in Sprengfallen-Haus

Nach dem Brand in einem Wohnhaus im Münchner Norden bestätigte die Polizei den Fund einer zweiten Leiche im Obergeschoss.
Newsdesk Heute
01.10.2025, 17:31
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Nach den Horror-Szenen mit Explosionen, Schüssen und einem Brand in einem Haus im Norden von München hat die Polizei jetzt einen zweiten Toten bestätigt. Im Obergeschoß des Hauses, das wegen vermuteten Sprengfallen aktuell nicht betreten werden darf, liegt eine Leiche.

Das hat Münchens Polizeipräsident Thomas Hampel am Mittwoch vor Journalisten gesagt. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um den 90-jährigen Vater des Tatverdächtigen. Dieser hat sich nach einer Verfolgung durch die Polizei selbst das Leben genommen.

Gegen 4.40 Uhr wurden Einsatzkräfte in die Lerchenauer Straße im Norden von München gerufen, da dort ein Haus in Flammen stand. Zudem soll es auch zu Schüssen und Explosionen gekommen sein. Des Weiteren wurden in den umliegenden Straßen auch einige Autos angezündet.

Anrainer evakuiert, Oktoberfest gesperrt

Laut einem Bericht der "Bild" soll ein Familienstreit der Auslöser für die wilden Szenen gewesen sein. Demnach habe der Tatverdächtige (57) seinen Vater getötet, seine Mutter (81) und seine 21-jährige Tochter verletzt.

Ein Brief, den die Polizei von einem Nachbarn erhalten hatte, würde den Verdacht nahelegen, dass es dabei um ein Erbe ging. Nach der Bluttat habe der Tatverdächtige sein Elternhaus in Brand gesteckt, ehe er sich dann in der Nähe des Lerchenauer Sees selbst richtete.

Der Tote hatte auch einen Rucksack dabei. Laut "Welt" seien in dem Haus Handgranaten mit Stolperdraht gefunden worden. Auch in dem Rucksack vermuteten Ermittler eine Bombe. Ein Entschärfungsteam sei noch immer im Einsatz. Rund 700 Anrainer mussten evakuiert werden.

Sonderkommando stürmte Wohnung

Bereits kurz vor 12 Uhr stürmten Einsatzkräfte des SEK Südbayern eine Wohnung im Landkreis Starnberg. Dabei soll es sich um das Zuhause des 57-Jährigen gehandelt haben. Da man sicherstellen musste, dass sich keine Sprengfallen vor Ort befinden, wurde auch diese Gegend abgesperrt, berichtet "Bild".

Auch auf das Münchner Oktoberfest hatte die Horror-Tat Auswirkungen. Bei dem Verdächtigen sei ein Schreiben gefunden worden, welches eine Bombendrohung gegen die Wiesn enthalten soll. In weiterer Folge blieb die Veranstaltung bis 17.30 Uhr geschlossen. Die Mitarbeiter wurden evakuiert, die Polizei durchsuchte das Gelände.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 01.10.2025, 17:34, 01.10.2025, 17:31
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