"Trifft Sturm & Wacker"

11. Januar 2019 07:43; Akt: 11.01.2019 08:09 Print

Polizeikessel: Rapid will jetzt Gipfel von Kult-Klubs

Der Rapidkessel rund um das Wiener Derby vor der Winterpause schlägt hohe Wellen. Die Polizei will Fan-Märsche verbieten, der Klub einen neuen Gipfel.

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Der 6:1-Triumph der Wiener Austria im Derby gegen Rapid schwappt ins neue Jahr herüber. Schuld ist nicht das sportliche Debakel der Hütteldorfer, sondern die Vorkommnisse rund um den Verteilerkreis.

+++ Polizei genehmigt keine Fan-Märsche mehr +++

Die Polizei kesselte 1300 Rapid-Fans stundenlang bei eisigen Temperaturen an der Südost-Tangente ein. Rapid spricht von Unverhältnismäßigkeit und einer Racheaktion für Anti-Polizei-Banner im Europa-League-Spiel gegen die Rangers.

Die Polizei verweist auf gefährliche Würfe von Gegenständen, die den Straßenverkehr behinderten und mangelnde Kooperation der Fans.

Am Donnerstag kam es darum zu Treffen der Bosse: Rapid-Präsident Michael Krammer mit dem Wiener Landespolizeipräsidenten Gerhard Pürstl. Schon am Donnerstag sickerte durch: Die Polizei will künftig Fan-Märsche gänzlich verbieten.

Krammer widerspricht

Das letzte Kapitel der Saga ist noch nicht geschrieben. Krammer spricht zwar von kontruktiven Gesprächen, wird wenige Stunden nach dem Meeting auf der Vereinshomepage aber zitiert: "Aus meiner Sicht bleibt es dabei, dass die Vorgangsweise absolut unverhältnismäßig war, aber wurde hier zugesichert, dass dies durch zuständige Gremien wie die Volksanwaltschaft in den nächsten Wochen noch eingehend evaluiert wird."

Keine Fan-Märsche mehr? Krammer: "Dies müssen wir einmal zur Kenntnis nehmen und werden wir den Vorschlag prüfen, ob die Organisation künftig durch uns selbst erfolgen könnte. Hier gibt es aber viele offene Fragen, sowohl aus rechtlicher als auch organisatorischer Sicht, und daher lässt sich nicht seriös voraussagen, wie dies in Zukunft vonstatten gehen kann. Natürlich werden wir alles versuchen, unserer Anhängerschaft diese fast schon traditionelle Zugangsmöglichkeit zu einem Spiel - wie dies in den letzten Jahren in ganz Europa wie Hamburg, Amsterdam und in vielen Städten mehr problemlos möglich war - weiter zu ermöglichen."

Gipfel der Kult-Klubs

Zudem brisant: "Weiters wurde ich vom Landespolizeipräsidenten informiert, dass der derzeitige Zugang zum Auswärtssektor beim umgebauten Stadion der Wiener Austria künftig nicht mehr genehmigt wird."

Krammer stellt einen möglichen Gipfel der österreichischen Kult-Klubs in den Raum. Denn: "Das trifft auch Vereine wie Sturm Graz, die ebenfalls ähnlich viele Fans wie wir mitbringen, auch daher gilt mein Angebot für einen gemeinsamen Sicherheitsgipfel mit Präsident Pürstl und meinen Kollegen von Sturm Graz und Austria Wien sowie von Gerhard Stocker, der als Präsident von Wacker Innsbruck ebenso von dieser Thematik betroffen ist wie als Vorsitzender des Aufsichtsrates der österreichischen Bundesliga. Die drei Kollegen aus dem Fußball haben mir ihre Zusage zu einem solchen Treffen bereits übermittelt."

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Justus am 11.01.2019 08:34 Report Diesen Beitrag melden

    Sicherheit

    Seit wann bestimmt der Fußballverein über die Nationale Sicherheit, wie krank sind die Vereine

  • Franz Hochstaffl am 11.01.2019 08:46 Report Diesen Beitrag melden

    Bodensatz??

    Dass sich Fussballfans immer in Rudeln wie Ratten zusammenrotten müssen. In der Gruppe, wo keiner für irgendwas gradstehen muss, das ist das richtige für diese Loser. Einfach nur erbärmlich und Feig.

  • chip am 11.01.2019 08:56 Report Diesen Beitrag melden

    Fan Säuberung in eigenen Reihen

    Die "Kult Club" sollte von sich aus beginnen ihre "Fans" zu überprüfen. Es geht nicht an, dass der Steuerzahler für die Randale dieser meist besoffenen Fans aufkommen muss. Entweder zahlt der Verein die Kosten oder es gibt weiter diese "Überprüfungen durch die Polizei. Dieser Unfug muss aufhören, ebenso die Randale. Entweder die Vereine bringen Ordnung in ihre "Fans" oder die Polizei macht es mit aller Härte.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Hubert Huber am 11.01.2019 11:20 Report Diesen Beitrag melden

    Komischer Präsident

    Das ist ein komischer Präsident - bei der Polizei akzeptiert er das Ende der Fanmärsche, im nächsten Augenblick macht er gegen das Verbot mobil. Ich denke er ist Utras-gesteuert ...

  • Dean am 11.01.2019 11:14 Report Diesen Beitrag melden

    Voller Einsatz für die falsche Sache

    Also jetzt merkt man wo offensichtlich die Prioritäten des Hr. Krammer liegen - bei den Fans. Ich hätte mir gewünscht er hätte in den letzten Jahren so um die Leistung seiner Mannschafft gekämpft.

  • gerhard lutz am 11.01.2019 09:55 Report Diesen Beitrag melden

    bravo krammer

    wie wärs wenn ihr euch endlich einmal wieder um das sportliche kümmern würdet. jetzt könnt ihr von eurer Unfähigkeit ablenken, stimmts krammer und Bickel. die Chaoten die nur Radau machen wollen braucht keiner, weder auf der strasse noch im Stadion. rapid spielt um den abstieg mit und den vorstand interessiert nur ob ein paar Chaoten Pyrotechnik verwenden dürfen. dass diese andere damit gefährden ist ja egal. ihr sein wirklich die ..

  • Tom Tom am 11.01.2019 09:26 Report Diesen Beitrag melden

    Demo

    Nja dann machen wir das wie die Donnerstag-Demos und melden es (so wie der Tabellenplatz aussieht) den Rest der Saison als Samstag-Demo an. Gleiches Recht für alle oder niemanden.

    • Chip am 11.01.2019 10:07 Report Diesen Beitrag melden

      Rapid Demo???

      TomTom falls es ihrer Aufmerksamkeit entgangen ist, das Demonstrationsrecht hat nichts mit Fußball zu tun. Die Leistung der höchst überbezahlten Funktionäre und der Spieler sind zu hinterfragen. Es würde mich interessieren mit Begründung sie für Rapid eine Demonstration anmelden wollen? etwa um Randale und Gewalt zu legitimieren? Den ersten Schritt muss der jeweilige Verein tun um diese "Unkultur" endlich zu stoppen, z.B. absolutes Alkoholverbot im Stadion, Besucher die bereits alkoholisiert zum Stadion kommen den Zutritt zu verwehren. Stadionverbote für unverbesserliche "Fans"

    einklappen einklappen
  • chip am 11.01.2019 08:56 Report Diesen Beitrag melden

    Fan Säuberung in eigenen Reihen

    Die "Kult Club" sollte von sich aus beginnen ihre "Fans" zu überprüfen. Es geht nicht an, dass der Steuerzahler für die Randale dieser meist besoffenen Fans aufkommen muss. Entweder zahlt der Verein die Kosten oder es gibt weiter diese "Überprüfungen durch die Polizei. Dieser Unfug muss aufhören, ebenso die Randale. Entweder die Vereine bringen Ordnung in ihre "Fans" oder die Polizei macht es mit aller Härte.