Politische Bombe

17. Mai 2019 18:52; Akt: 18.05.2019 14:31 Print

Geheimes Video belastet FPÖ-Chef Strache schwer

Laut Recherchen des "Spiegel" und "SZ" soll der FPÖ-Obmann einer Russin öffentliche Aufträge im Tausch gegen Wahlkampfhilfe angeboten haben.

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Im Jahr 2017 soll der nunmehrige Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) vor seiner Regierungsbeteiligung einer "reichen Russin" – sollte sie ihm zum Wahlsieg helfen – öffentliche Aufträge angeboten haben. Das geht aus einem heimlich aufgenommenen Video hervor, berichten der "Spiegel" und "SZ" am Freitag. Die Russin war ein Lockvogel.

Wie die Medien berichten, zeigt das Video ein Treffen von Strache und seinem Parteikollegen und heutigen FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus im Juli 2017 auf Ibiza. Sie gab sich als Nichte eines russischen Oligarchen aus und behauptete, rund 250 Millionen Euro in Österreich investieren zu wollen.

Dabei betonte sie immer wieder, dass es sich dabei auch um Schwarzgeld handeln könnte. Dennoch blieben sowohl Strache als auch Gudenus sitzen und diskutierten über Anlagemöglichkeiten.

Übernahme der "Kronen Zeitung"

In dem über sieben Stunden langen Video werden die Pläne sogar konkreter: Man dachte daran, die "Kronen Zeitung" zu übernehmen. Strache sagt in den Aufnahmen: "Wenn sie die 'Kronen Zeitung' übernimmt drei Wochen vor der Wahl und uns zum Platz eins bringt, dann können wir über alles reden".

Geheimes Strache-Video setzt Regierung unter Druck

Und: "Das erste in einer Regierungsbeteiligung, was ich dir zusagen kann, ist: Der Haselsteiner kriegt keine Aufträge mehr." Mutmaßlich hat er also öffentliche Aufträge angeboten. Im Video betont der FPÖ-Chef immer wieder, er wolle nichts illegales tun.

Die "Russin" könne auch spenden, allerdings nicht direkt an die Partei, sondern an Vereine, um keine Meldung beim Rechnungshof abgeben zu müssen.

Beratungen laufen

Wie der "Standard" berichtet, sollen sich Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Strache zu der Causa beraten. Erst danach wolle die Regierungsspitze eine Stellungnahme abgeben.

Strache selbst bestätigt, an diesem "feuchtfröhlichen" Abend dort gewesen zu sein. Aber er habe immer darauf hingewiesen, dass alle Gesetze einzuhalten seien. Es müsse immer "rechtskonform, legal und mit unserem Parteiprogramm übereinstimmen", wie es der spätere Vizekanzler in dem Video ausdrückt.

Strache und Gudenus geben gegenüber "SZ" und dem "Spiegel" an, nichts Illegales getan zu haben. Sie hätten kein Geld genommen oder gefordert. Bei dem rein privaten Treffen sei viel Alkohol im Spiel gewesen.

Es ist nicht klar, wer das Video aus welchen Gründen aufgenommen hat.

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    Die beliebtesten Leser-Kommentare

    • franka am 17.05.2019 19:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      und

      da kommen sie 1 Woche vor der Wahl raus

      einklappen einklappen
    • Moon am 17.05.2019 21:14 Report Diesen Beitrag melden

      Shadow

      Es wird jeden Tag besser. Zurück lehnen und dem Untergang lächelnd zusehen!

    • Hari am 17.05.2019 21:29 Report Diesen Beitrag melden

      Die vielen Pinocchios

      Offenbar kann man leider keiner Partei in Ö was glauben.

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    Die neuesten Leser-Kommentare

    • Loki3003 am 18.05.2019 10:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Ah ok

      Wäre interessant ob strache a Datenschutzerklärung vor dem Video unterschreiben musst!? Im suf redet man gerne viel! Wenn wir alle ehrlich sind haben alle schon mal im suf vü Blödsinn geredet oder ned!?

    • Joe heute am 18.05.2019 09:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      ja...

      lieber Herr Strache das was jetzt mit ihnen. ich Frage mich bloß wie blöd kann man nur sein. ich kann ihnen nur raten zurücktreten . sonst richten die nur noch mehr Schaden an für die FPÖ. meine Stimme haben die ebenfalls nicht mehr.

    • Thirona Sul am 18.05.2019 07:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Absetzen...

      Wenn der Bundeskanzler seinen Job wirklich korrekt durchführen würde, müsste er Strache beim Bundespräsidenten zur Absetzung vorschlagen. Der BP müsste Strache sofort aus seinem Amt entlassen. Nicht nur wegen dieser Causa. Da sich Kurz und Strache jedoch politisch gegenseitig "verpflichten" und man der Opposition keinen Brotkrumen hinwerfen möchte (Eingeständnis fehlerhafter Politikführung), wird Strache vermutlich erst nach vielen Jahren durch Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes seines Amtes enthoben (egal, welches Amt er dann bekleidet) und bestraft werden. Dann wird es schon egal geworden sein. In Österreich mahlen die Mühlen ja bekanntlich bewusst langsam.

    • Kannitverstan am 18.05.2019 07:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Wird da gar ganz Österreich

      Vom Böhmermann an Nasenring herum geführt?

    • WF am 18.05.2019 06:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Lieber Aufträge an Russen als an Strabag?

      Diese Geldmigration gefällt HC und seinem Spezialkollegen. Das sind wahre Patrioten. Derart dreist, unglaublich....