Nach einem Jahr Schwarz-Rot-Pink stellen die Österreicher der Dreier-Regierung ein vernichtendes Zeugnis aus, zeigt die Umfrage von "Uniqe research" für "Heute" und ATV (500 Befragte, max. Schwankungsbreite ±4,4 Prozent)
Nur 32 Prozent der Befragten sind mit der Regierung "sehr" oder "eher zufrieden" – 65 Prozent sind es "gar nicht" oder "weniger". Meinungsforscher Peter Hajek analysiert: "Die aktuelle Stimmung gegenüber der Regierung ist auf einem Tiefstand angelangt. Gab es zu Beginn noch eine Art Vertrauensvorschuss, so ist dieser mittlerweile aufgebraucht."
Von den Wählern der Koalitionsparteien sind die der ÖVP mit 78 Prozent am zufriedensten, gefolgt von SPÖ-Wählern (68 Prozent) und Neos-Fans (62 Prozent). Dass FPÖ-Wähler zu 92 Prozent "gar nicht" oder "weniger zufrieden" sind und auch bei den Grün-Wählern nur 42 Prozent die Koalition positiv sehen, überrascht nicht.
Hajek: "Das ist ein strukturelles Problem, kein kurzfristiger Stimmungsausschlag. Besonders auffällig ist, dass die Ablehnung quer durch viele Bevölkerungsgruppen hoch bleibt. Ob sich die sanft aufhellende Wirtschaftslage auf dem Konto der Regierung niederschlägt, bleibt dahin gestellt."
Die Chefs aller Parteien werden von den Wählern negativ bewertet, FPÖ-Chef Kickl schneidet noch am besten ab. Aber: "Zustimmung gibt es fast nur im eigenen Wählersegment, darüber hinaus fehlt vielen Parteichefs die Breitenakzeptanz", so Hajek. Sein Resümee: "Die Regierung hat ein Vertrauensproblem – und die Parteichefs ein Reichweitenproblem."