" ließ 14 Persönlichkeiten für die Bundespräsidentschaftswahl 2028 checken." fetchpriority="high" /> Das Rennen ist eröffnet! Burgenlands ehemaliger Landeshauptmann Hans Niessl bekundete unlängst Interesse am Hofburg-Job – "Heute" berichtete.
Bekanntlich wird 2028 ein Nachfolger für Amtsinhaber Van der Bellen gesucht. "Heute" ließ Unique Research (500 Teilnehmer, Schwankungsbreite ± 4,4 Prozent) 14 potenzielle Kandidaten aus allen politischen Lagern abfragen. Die Ergebnisse:
SP-Landeshauptmann Peter Kaiser, der wohl im April das Amt an Nachfolger Daniel Fellner übergibt, landet an der Spitze des "Heute"-Rankings. 34 Prozent der Befragten halten ihn für wählbar. Unique-Research-Meinungsforscher Peter Hajek, der die Studie durchgeführt hat, kommentiert: "Peter Kaiser ist Rookie of the Poll. Er kann bei fast allen Wählergruppen punkten." Bemerkenswert: Kaiser hat als Einziger einen positiven Saldo-Wert (+ 3), strahlt ins bürgerliche Lager hinein.
Ebendiesem gehört Alexander Schallenberg an – und der hat Top-Werte: Für 14 Prozent ist er "sehr", für weitere 23 Prozent "eher" wählbar. Und: Der Altkanzler verfügt über eine große Bekanntheit. Er überflügelt aus der Riege der Volkspartei sowohl Wilfried Haslauer als auch Othmar Karas, der selbst in der ÖVP-Wählerschaft umstritten ist.
Die Zeichen scheinen auch reif für die erste Frau an der Staatsspitze: Die Dritte Nationalratspräsidentin Doris Bures erzielt den drittbesten Saldo-Wert. Knapp ein Drittel der Bevölkerung hält sie "sehr" oder "eher" wählbar. Die Wienerin ist auch jene Tagespolitikerin, der die Österreicher am meisten Vertrauen entgegenbringen.
Der Klubobmann der FPÖ punktet laut Meinungsforscher Peter Hajek "voll in der blauen Wählerschaft, findet aber überparteilich kaum Zuspruch". Die Zustimmungswerte von Herbert Kickl sind im kompletten Feld jedoch unerreicht.
17 Prozent halten den freiheitlichen Frontman für "sehr", weitere 17 Prozent für "eher wählbar". Nationalratspräsident Walter Rosenkranz hat denselben Saldo-Wert (- 25), kann aber geringere Euphorie bei (Mitte-)Rechts-Wählern entfachen als Kickl.
Ex-Gesundheitsminister Rudi Anschober hat aus dem grünen Lager die besten Karten, polarisiert aber – wohl als Überbleibsel der Corona-Pandemie – stark. Anschober liegt einen Rang vor Hans Niessl.
„Die hohe Bekanntheit bei sogenannten 'First Linern' bringt auch viel Gegnerschaft mit sich.“Peter Hajek"Heute"-Meinungsforscher
Meinungsforscher Hajek: "Hans Niessl ist nicht schlecht positioniert, hat aber fast mehr Zuspruch bei ÖVP- als bei SPÖ-Wählern - Stichwort 'links-linke Babler-Politik'." Nachsatz: "Er müsste aber an seiner Bekanntheit arbeiten, denn trotz ausgiebiger Berichterstattung in den letzten Tagen können 36 Prozent keine Angabe zu ihm machen oder kennen ihn nicht."
Interessant auch der Blick auf Doris Schmidauer: Der First Lady werden in Polit-Kreisen Ambitionen auf die Nachfolge ihres Mannes nachgesagt. Schmidauer liegt mit einem Saldo-Wert von -24 im Mittelfeld, hat aber große Bekanntheitsprobleme.
Schlusslichter sind Neos-EU-Mandatar Helmut Brandstätter, Außenminister Beate Meinl-Reisinger und der ehemalige Grünen-Vizekanzler Werner Kogler. Hajek: "Die hohe Bekanntheit bei den sogenannten 'First Linern' wie Kickl, Rosenkranz, Meinl-Reisinger oder Kogler bringt auch viel Gegnerschaft mit sich."