Der Besuch von NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger beim Opernball sorgt weiter für politische Aufregung. Nach der Diskussion um ihr eigens angefertigtes EU-Kleid kündigte die FPÖ bereits am Freitag eine parlamentarische Anfrage an.
Anlass ist, dass Meinl-Reisinger nicht in der offiziellen Regierungsloge Platz nahm, sondern eine eigene Loge nutzte. FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz stellt insbesondere mögliche Kosten für den Steuerzahler infrage und spricht von einem "Egotrip auf Staatskosten".
Konkret richten die Freiheitlichen in ihrer Anfrage – die "Heute" vorliegt – 42 Fragen an die Außenministerin. Darin verlangt die FPÖ eine vollständige Offenlegung aller Ausgaben – von Einladung, Loge und Ballkarten bis hin zu Styling, Sicherheit und Bewirtung. Zudem soll geklärt werden, wer in der Loge saß.
Die FPÖ will im Rahmen einer parlamentarischen Anfrage außerdem klären, ob die Opernball-Loge oder der gesamte Auftritt für parteipolitische Zwecke genutzt wurde. Zudem soll erhoben werden, ob Ressourcen des Ressorts – etwa für Kommunikation oder Organisation – für Parteiarbeit eingesetzt wurden.
Schließlich fordert die FPÖ Aufklärung darüber, ob im Zusammenhang mit der Teilnahme oder der Begleitung Kosten entstanden sind, die ganz oder teilweise vom Steuerzahler getragen wurden.