Tödlicher Meteotsunami

1 Toter, 35 Verletzte! Riesen-Welle kam aus dem Nichts

Ein Meteotsunami hat Argentiniens Atlantikküste mit voller Wucht getroffen. Ein junger Mann wurde von den Flutwellen getötet, Dutzende verletzt.
Newsdesk Heute
14.01.2026, 10:11
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Bei Sommerhitze und vollen Stränden kam es Freitagnachmittag, dem 12. Jänner, an der Atlantikküste Argentiniens zu einem tödlichen Meteotsunami. Santa Clara del Mar und umliegende Badeorte in der Provinz Buenos Aires wurden voll getroffen.

Zeugen berichten, dass sich das Meer plötzlich mehrere Meter zurückzog, bevor gewaltige Wellen zurückschossen, den Strand fluteten und Menschen wie Objekte mit sich rissen. Die Wassermassen erreichten laut lokalen Medien eine Höhe von 5 bis 6 Metern – weit mehr als die üblichen 2 Meter Brandung in der Region.

Am Strand brach beim Anrauschen der Riesenwellen Panik aus. Ein 29-jähriger Mann starb, nachdem er beim Fischen auf einem Wellenbrecher gegen Felsen geschleudert wurde. Mindestens 35 weitere Personen wurden verletzt, eine davon erlitt mitten in dem Chaos einen Herzinfarkt.

Rettungskräfte der Defensa Civil, lokale Bademeister und medizinisches Personal waren im Dauereinsatz. Auch in Mar de Cobo und Mar del Plata kam es zu Evakuierungen. Die Behörden sprechen von einem "historischen und beispiellosen" Ereignis für die Region.

Auch im Mittelmeer

Laut Experten handelte es sich um einen Meteotsunami – ausgelöst durch plötzliche Luftdruckveränderungen und Windböen eines durchziehenden Frontensystems. Anders als bei einem normalen Tsunami entsteht die Welle hier nicht durch ein Erdbeben, sondern durch atmosphärische Störungen, die das Meer in Resonanz versetzen.

Das Phänomen kommt auch im Mittelmeer vor und hat unterschiedliche Regionalnamen wie RissagaMilghuba, Marrubio/Marrobbio oder Stigazzi.

An Argentiniens Küste sind solche Meteotsunamis allerdings selten, können aber durch die spezielle Geometrie der Bucht von Mar Chiquita verstärkt werden. Exakte Messdaten zu den Wellenhöhen liegen bisher nicht vor.

Die Behörden raten: Wenn sich das Meer plötzlich zurückzieht, sofort vom Ufer weg ins Landesinnere flüchten. Frühwarnsysteme für Meteotsunamis existieren in der Region derzeit nicht, entsprechende Forschungen laufen aber.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 14.01.2026, 10:28, 14.01.2026, 10:11
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