Wiener in Vulkan-Chaos

10 Stunden am Airport: "Bekam nur zwei Gläser Wasser"

Wegen der Sperre des Flughafens Catania musste ein Wiener auf einen Ersatzflug ausweichen. Sein Vorwurf: Kaum Information und keine Verpflegung.
Michael Pollak
10.07.2026, 05:40
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Der Urlaub in Italien war traumhaft, die Heimreise wurde zum Nervenkrimi. Weil der Vulkan Ätna den Flughafen Catania lahmlegte, strandeten Tausende Reisende auf Sizilien. Auch Stefan (Name geändert) und seine Verlobte waren betroffen. Was ihn besonders ärgert: nicht die  Sperre wegen des Vulkans, sondern der Umgang der Airline mit den Passagieren.

Eigentlich hätte das Paar am Montag um 14.50 Uhr mit Austrian Airlines nach Wien fliegen sollen. Wegen der Aktivität des Ätna wurde der Flughafen Catania jedoch gesperrt. Die Fluglinie organisierte einen Ersatzflug vom rund 90 Kilometer entfernten Flughafen Comiso.

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"Wir hätten gar nichts gewusst"

Mit der Sperre selbst hat Stefan kein Problem: "Das ist höhere Gewalt. Dafür kann niemand etwas", erzählt er im Gespräch mit "Heute".

Was ihn enttäuscht habe, sei die Kommunikation: "Wir haben kaum Informationen bekommen. Online nicht und auch keinen Anruf. Wenn wir nicht selbst zum Flughafen gefahren wären, hätten wir gar nichts gewusst."

Erst dort hätten Mitarbeiter erklärt, dass Busse die Passagiere nach Comiso bringen würden. "Der Ätna ist ja nicht zum ersten Mal aktiv. Da muss man doch auf so eine Situation vorbereitet sein."

"Es gab fast nichts zu essen"

Aus der geplanten Heimreise wurde schließlich eine zehnstündige Odyssee. Statt am Nachmittag hob das Flugzeug erst deutlich später ab. Gegen 23 Uhr landete das Paar schließlich in Wien.

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Besonders verärgert zeigt sich Stefan über die Versorgung während der langen Wartezeit: "Es gab praktisch keine Verpflegung. Wir mussten uns alles selbst organisieren."

Erst im Flugzeug habe es Mineralwasser gegeben: "Ich habe gefragt, ob es auch etwas zu essen gibt. Zehn Stunden lang haben wir bis dahin nichts bekommen. Nicht einmal Knabbereien. Von dieser Airline hätte ich mir mehr erwartet."

Gutscheine kamen verspätet

Austrian Airlines bestätigt gegenüber "Heute", dass zwei Ausweichflüge über den anderen Flughafen organisiert wurden. Da Austrian dort technisch nicht angebunden sei, habe der Check-in noch in Catania stattfinden müssen. Anschließend seien die Passagiere mit Bussen nach Comiso gebracht worden.

„Wir bedauern aufrichtig, dass die Ausstellung der Voucher so lange gedauert hat“
Austrian Airlines

Die Airline räumt ein, dass es bei der Betreuung Probleme gab. Essensgutscheine seien zwar ab 19 Uhr verteilt worden und konnten bei einer Bar sowie bei McDonald's eingelöst werden, die Ausgabe habe sich aber verzögert.

"Wir bedauern aufrichtig, dass die Ausstellung der Voucher so lange gedauert hat", erklärt Austrian. Stefan dürfte die Gutscheine nach eigenen Angaben nicht mehr erhalten haben.

Kosten können ersetzt werden

Für betroffene Passagiere gibt es aber zumindest eine gute Nachricht: Wer sich während der Wartezeit selbst Essen oder Getränke gekauft hat, kann die Ausgaben laut Austrian zur Erstattung einreichen.

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