Der Ätna sorgt mitten in der Urlaubssaison für Chaos auf Sizilien. Am Montag schoss aus dem Krater "Voragine" eine rund 1,5 Kilometer hohe Aschewolke in den Himmel. Die Behörden reagierten sofort.
Das italienische Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) erhöhte die Warnstufe für die Luftfahrt auf Rot. Am Flughafen Catania wurden Starts und Landungen daraufhin bis auf Weiteres eingestellt.
Für viele Reisende bedeutet das Warten statt Abheben. Die Betreibergesellschaft des Flughafens fordert Passagiere auf, gar nicht erst zum Terminal anzureisen, sondern sich direkt bei ihrer Fluggesellschaft über den aktuellen Flugstatus zu informieren.
Auch Verbindungen in den deutschsprachigen Raum sind betroffen. Zahlreiche Maschinen wurden gestrichen oder nach Palermo umgeleitet. Von dort aus bringen Busse die Passagiere weiter nach Catania. Trotz des erhöhten Verkehrsaufkommens kam es laut italienischen Medien bislang zu keinen größeren Problemen.
Die Sperre soll vorerst bis Dienstagvormittag gelten. Laut Flughafen könnten am Nachmittag erste Verbindungen wieder starten. Ob der Flugplan tatsächlich eingehalten werden kann, hängt jedoch von der weiteren Entwicklung am Vulkan ab.
Denn auch am Dienstag war auf den Live-Kameras des INGV noch eine dichte Aschewolke über dem Ätna zu sehen.
Der mehr als 3.000 Meter hohe Ätna zählt zu den aktivsten Vulkanen der Welt und sorgt mehrmals im Jahr für spektakuläre Eruptionen. Nach Erkenntnissen von Forschern steigt dabei immer wieder uraltes Magma aus rund 80 Kilometern Tiefe auf. Es entsteht im Grenzbereich der afrikanischen und der eurasischen Kontinentalplatte und gelangt über Risse in der Erdkruste an die Oberfläche.