Der Fall Anna (12) hat für Schlagzeilen gesorgt – und zieht nun den nächsten Schlussstrich nach sich. Jene Burschen aus Wien-Favoriten, die bereits 2025 vor Gericht standen und freigesprochen wurden, gerieten erneut ins Visier der Ermittler. Wieder ging es um den Verdacht schwerer Sexualdelikte an einem unmündigen Mädchen.
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Jetzt ist klar: Auch dieser zweite Fall ist beendet. Die Staatsanwaltschaft Wien hat die Ermittlungen gegen alle Beschuldigten eingestellt. Grund dafür ist die fehlende Beweislage – für eine Anklage reicht es nicht.
Im ursprünglichen Fall standen insgesamt zehn Burschen vor Gericht. Sie sollen die damals 12-jährige Anna mehrfach missbraucht haben. Die Angeklagten wiesen die Vorwürfe zurück, im Verfahren gab es widersprüchliche Aussagen.
Am Ende sprach das Gericht alle frei. Die Vorwürfe konnten nicht mit der nötigen Sicherheit bewiesen werden – damit war eine Verurteilung rechtlich nicht möglich.
Kurz nach den Freisprüchen wurde bekannt, dass gegen mehrere der Burschen erneut ermittelt wird. Wieder ging es um Vorfälle aus dem Jahr 2023, wieder um ein zwölfjähriges Opfer. Darüber berichtete auch die "Kronen Zeitung".
Brisant: Ein 17-Jähriger soll dem Mädchen in Chats massiv gedroht haben. Unter anderem schrieb er, sie könnte "in einer Mülltonne tot aufgefunden werden".
Die Vorwürfe reichten von gefährlicher Drohung über Körperverletzung bis hin zu mutmaßlichem sexuellem Missbrauch. Die Ermittlungen liefen monatelang, doch am Ende blieb zu wenig übrig.
"Die Einstellung erfolgt aus Beweisgründen, da ein strafrechtlich relevantes Verhalten nicht nachzuweisen war", so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Heißt: Die Beweise haben einfach nicht gereicht.