Im August 2024 kam es im Grazer Stadtpark zu einem schweren Verbrechen: Ein 25-jähriger Syrer soll den betrunkenen Zustand einer 16-Jährigen ausgenutzt haben, die bei ihm Cannabis kaufen wollte. Laut Anklage vergewaltigte er das wehrlose Mädchen auf brutalste Weise, bevor er unmittelbar nach der Tat nach Großbritannien flüchtete – berichtet die "Kleine Zeitung".
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Besonders brisant: Der Angeklagte stand zudem wegen schwerer Übergriffe auf seine Ex-Partnerin vor Gericht. Er soll die Frau vergewaltigt, geschlagen und ihr sogar gedroht haben, ihr Säure ins Gesicht zu schütten, falls sie ihn verlässt – ein monatelanges Martyrium für das Opfer.
Vor dem Landesgericht Graz versuchte der Angeklagte, die Vorwürfe kleinzureden bzw. komplett zu leugnen. Sein Verteidiger behauptete sogar, der Syrer sei beim Übergriff auf die 16-Jährige im Stadtpark gar nicht anwesend gewesen. Ein Freund des Täters, der als Entlastungszeuge auftrat, verstrickte sich dabei so tief in Widersprüche, dass nun gegen ihn wegen falscher Beweisaussage ermittelt wird.
Der Schöffensenat unter Richterin Julia Riffel fällten ein klares Urteil: Fünf Jahre unbedingte Haft wegen Vergewaltigung, Nötigung, Drohung und Körperverletzung. Die Beweislast durch die glaubwürdigen Schilderungen der Opfer wog schwerer als die Ausflüchte des 25-Jährigen, der nach seiner Auslieferung aus England nun hinter Gitter muss. Das Urteil am Landesgericht Graz ist noch nicht rechtskräftig. Der Verurteilte bleibt nach den Taten an der 16-Jährigen und seiner Ex-Partnerin in Haft.