In Mödling (NÖ) wird der öffentliche Verkehr auf neue Beine gestellt: Ab Herbst 2027 sollen die sogenannten "leopoldi"-Anrufsammeltaxis für deutlich mehr Flexibilität sorgen. Insgesamt 125 Haltepunkte sind im gesamten Stadtgebiet geplant. Auch abends und an Wochenenden sollen die Fahrgäste künftig besser unterwegs sein.
Das neue Angebot wird von der Stadt Mödling finanziert und von der Niederösterreichischen Verkehrsorganisationsgesellschaft (NÖVOG) umgesetzt. Drei Fahrzeuge sollen zum Einsatz kommen, eines davon wird barrierefrei ausgestattet sein.
Die Anrufsammeltaxis fahren nicht nach einem starren Fahrplan, sondern können je nach Bedarf telefonisch oder über die "poldi-App" bestellt werden. Das neue System wird auf bestehende Bus- und Bahnverbindungen abgestimmt. Auch die Anbindung an die Badner Bahn ist vorgesehen.
Für die Fahrgäste besonders erfreulich: Die Preise orientieren sich am Tarif des Verkehrsverbunds Ost-Region (VOR). Auch bestehende Zeitkarten wie Jahreskarten und KlimaTickets werden anerkannt.
"Für mich zählt, dass die Mödlinger sicher, schnell und verlässlich von A nach B kommen. Durch die Kombination aus leistungsstarkem Linienverkehr und flexiblen Anrufsammeltaxis stellen wir den öffentlichen Verkehr breiter auf und schaffen mit 125 Haltepunkten ein deutlich dichteres Netz. Familien, Pendler und Senioren profitieren davon", betont Verkehrslandesrat und Landesvize Udo Landbauer (FPÖ).
Seit Ende 2024 hat die Niederösterreichische Verkehrsorganisationsges.m.b.H. (NÖVOG) die Gesamtverantwortung für den öffentlichen Regionalverkehr (Bus und bedarfsgesteuerte Verkehre) in Niederösterreich übernommen: "Nunmehr setzen die Fachleute der NÖVOG unbürokratisch und rasch Verbesserungen für die Fahrgäste in Niederösterreich um und kümmern sich um eine optimale Abstimmung von Buslinien untereinander sowie zwischen Bus und Bahn", wird seitens der NÖVOG betont.
Besonders die längeren Betriebszeiten sollen eine Verbesserung bringen. "Mit dem neuen leopoldi-System setzten wir auf ein flächendeckendes Angebot auch am Abend und an den Wochenenden", erklärt Stadtrat Tim Pöchhacker.
Auch Bürgermeisterin Silvia Drechsler und Vizebürgermeister Rainer Praschak begrüßen das Konzept. Die Anrufsammeltaxis sollen unter anderem Fahrten zu Ärzten, Einkäufen und zum Arbeitsplatz erleichtern.
Bis zum Start im Herbst 2027 gibt es allerdings noch einiges zu tun: Derzeit wird über eine öffentliche Ausschreibung ein Verkehrsunternehmen gesucht, das den Betrieb übernehmen soll. Auch die genauen Standorte der rund 125 Haltepunkte werden erst in den kommenden Monaten festgelegt.