Brutale Mädchen schlugen zu

13-Jährige gedemütigt und verprügelt – Polizei machtlos

Eine 13-Jährige wurde in OÖ verprügelt und gefilmt. Die mutmaßlichen Täterinnen sind zu jung – strafrechtlich passiert nichts.
Newsdesk Heute
16.09.2026, 09:52
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Eine Mutter aus Oberösterreich ist verzweifelt: Ihre 13-jährige Tochter wurde unter einem Vorwand an die Traun gelockt, dort von zwei brutalen Mädchen gedemütigt und verprügelt, während ein Bursch alles mit dem Handy filmte. Mit dem Video prahlten sie danach im Internet.

Besonders erschütternd: Die Gewalttat bleibt für die mutmaßlichen Täterinnen vermutlich ohne Folgen. Der Grund liegt im Alter der beschuldigten Mädchen. Sie sollen gerade erst elf und zwölf Jahre alt sein – und damit deutlich unter der Grenze der Strafmündigkeit von 14 Jahren.

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Für die Mutter des Opfers ist das kaum zu fassen. Beim Erstatten der Anzeige sei ihr auf dem Polizeiposten mitgeteilt worden, "dass die Polizei nichts machen kann". Drei Wochen nach dem Vorfall folgte der nächste Tiefschlag: Schriftlich wurde ihr die Einstellung des Ermittlungsverfahrens mitgeteilt.

Brutalste Attacke

Die Attacke soll brutal gewesen sein. Die 13-Jährige, deren Name geändert wurde, sei unter dem Vorwand, gemeinsam schwimmen zu gehen, an das Ufer gelockt worden. Dort sollen fünf minderjährige Burschen und zwei Mädchen auf sie gewartet haben. Ein Bursche soll bereits mit dem Handy gefilmt haben, berichtet die "Kronen Zeitung".

Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe

Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555

Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247

Rat auf Draht: 147

Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20

Polizei-Notruf: 133

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Dann soll das Mädchen gezwungen worden sein, auf die Knie zu gehen und die Hände nach oben zu halten. Die Drohung: "Wenn Du nicht dreimal 'Wuff' sagst, gibt es Schläge!" Kurz darauf soll die 13-Jährige zuerst eine Ohrfeige bekommen haben. Danach soll eine zweite Beschuldigte noch brutaler zugeschlagen haben, ehe ein Kniestoß ins Gesicht folgte. Das Mädchen sackte zusammen.

Im Krankenhaus wurden laut Mutter schwere Rippenprellungen und ein angeknackster Daumen festgestellt. Das Gesicht der 13-Jährigen sei tagelang geschwollen gewesen. Doch nicht nur die körperlichen Folgen belasten die Familie.

Das Video der Attacke geistert weiter durch die sozialen Medien. "Sie haben die Postings nicht einmal anonym gemacht. Manche der Täter kennen meine Tochter", schildert die Mutter. Auch sie selbst sei traumatisiert: "Ich konnte nächtelang nicht schlafen, hatte die ganze Zeit die schrecklichen Bilder vor Augen."

Auch gegen die anwesenden Burschen gab es laut der Mutter keine Strafe. Sie hätten alles abgestritten. Für die Familie bleibt damit vor allem die Ohnmacht: Eine 13-Jährige wurde verletzt und öffentlich bloßgestellt – doch weil die beschuldigten Mädchen strafunmündig sind, sind der Polizei enge Grenzen gesetzt.

Beklemmend: Eine der mutmaßlichen Angreiferinnen soll später über WhatsApp Kontakt aufgenommen und um ein Treffen zur Entschuldigung gebeten haben. Die 13-Jährige traute der Sache laut ihrer Mutter nicht und ging nicht hin.

red,16.09.2026, 09:52